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Nico Rosberg startet in Austin aus vorderster Front

Austin - Im Qualifying in Austin entscheidet Nico Rosberg das WM-Duell gegen Lewis Hamilton klar für sich. Adrian Sutil entert die Top Ten.

Kampfansage von Nico Rosberg.

Der Mercedes-Pilot hat sich nach einer ganz starken Vorstellung die Pole Position zum Großen Preis der USA (So., Highlights ab 24 Uhr im TV auf SPORT1) gesichert und seinen Silberpfeil-Rivalen Lewis Hamilton im Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 unter Druck gesetzt.

Rosberg ließ dem WM-Führenden aus England in 1:36,067 Minuten keine Chance und sicherte sich zum neunten Mal in dieser Saison den besten Startplatz. Hinter Hamilton (1:36,443) reihte sich Williams-Pilot Valtteri Bottas (Finnland/1:36,906) auf Platz drei ein.

Rosberg: "Großartiger Tag"

"Das war ein großartiger Tag, ich bin sehr zufrieden. Unser Plan ist voll aufgegangen", sagte Rosberg, der bei der Zeitenhatz in Austin angefeuert von seiner Frau Vivian wie entfesselt fuhr.

Sofort richtete er seine Konzentration aber auf das Rennen, um im Titelkampf die Wende zu schaffen. "Jetzt muss ich mich auf das Rennen fokussieren, das wird sicher hart und lang."

Hamilton enttäuscht

Während der Wiesbadener aus dem Strahlen gar nicht mehr herauskam, war Hamilton sichtlich angefressen. "Trotzdem: Es geht weiter", sagte der 29-Jährige, der in Texas zuvor so dominiert hatte, am Samstag aber über Bremsprobleme klagte.

In den USA geht der Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 in die entscheidende Phase. Vor dem drittletzten Saisonrennen hat Hamilton 17 Punkte Vorsprung auf seinen Herausforderer Rosberg. Noch sind maximal 100 Punkte zu holen.

Lauda lobt Rosberg

"Mercedes hat Texas erobert. Für Nicos Motivation war die Pole wahnsinnig wichtig, er wurde in den vergangenen Wochen ja demoralisiert", sagte Ex-Weltmeister Niki Lauda bei "RTL".

Der Österreicher weiter: "Jetzt ist er wieder oben auf. Das war eine Wahnsinnsrunde von Nico. Ich glaube nicht, dass Lewis die jemals gefahren hätte. Nico hat die Schwäche der Vergangenheit abgelegt, der Zweikampf geht morgen richtig los."

Vettel lässt ausrollen

Weltmeister Sebastian Vettel beteiligte sich nicht an der Zeitenjagd und bereitete seinen Red Bull ausschließlich auf das Rennen vor. Der Heppenheimer geht in Texas bereits mit seinem sechsten Motor an den Start und muss wegen dieses Regelverstoßes am Sonntag aus der Boxengasse starten.

Deshalb drehte er im ersten Quali-Durchgang nur ein paar Runden für die Fans. Für das Rennen rechnet sich Vettel dennoch etwas aus: "Es sollte möglich sein, in die Top Ten vorzustoßen. Realistisch könnte es Platz sieben, acht oder neun werden." 

Sutil fährt in die Top Ten

Sauber-Pilot Adrian Sutil startet von einem starken neunten Platz, Nico Hülkenberg kam im Force India nicht über Platz 13 hinaus.

"Das hat sehr gut getan. So was ist für uns ein kleiner Sieg am Samstag", sagte Sutil bei "Sky".

Kleinstes Feld seit 2005

Da die beiden Pleite-Teams Caterham und Marussia die Reise in die USA aus finanziellen Gründen nicht antreten konnten, sind in Texas nur noch 18 Autos am Start. Ein so kleines Feld gab es zuletzt 2005 in Monaco, als BAR wegen eines illegalen Zusatztanks für zwei Rennen gesperrt wurde.

Der Weltverband FIA hatte deshalb den Qualifying-Modus angepasst. Statt der bisher üblichen sechs Fahrer waren in den Q1 und Q2 genannten ersten Qualifyingrunden nur noch vier Piloten ausgeschieden.

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