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Adrian Sutil  debütierte 2007 in der Formel 1 (Copyright: twitter@F1)
Adrian Sutil debütierte 2007 in der Formel 1

Austin - Adrian Sutil wird das Wochenede in Austin nicht so schnell vergessen.

Schon am Samstag erlebte der 31-Jährige ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst fuhr er im Qualifying sensationell auf Rang zehn und bescherte dem Sauber-Team damit das mit Abstand beste Ergebnis dieser Saison.

Doch wenig später gab der Schweizer Rennstall die Verpflichtung des Schweden Marcus Ericcson zur kommenden Saison bekannt, was zur Folge hat, dass der Deutsche wohl vor dem Aus steht.

Demenstprechend viel hatte er sich für das Rennen am Sonntag vorgenommen, doch bereits in Kurve zwei wurde er von Force-India-Pilot Sergio Perez von der Strecke geschossen (Bericht). Der Deutsche war im Anschluss sichtlich angefressen und hofft auf eine Entschuldigung des Mexikaners.

Hülkenberg verliert den Motor

Auch Nico Hülkenberg sah die Zielflagge in Texas nicht. In Runde 18 gab sein Force India den Geist auf, der Motor "war plötzlich weg". (

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Nico Rosberg konnte mit seinem Rennen ebenfalls nicht zufrieden sein und haderte mit seinem Rhytmus und den äußeren Bedingungen. Teamkollege Lewis Hamilton war dagegen bester Laune und bedankte sich nach seinem fünften Sieg in Folge bei seinem Team.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Austin zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 1):

"Letze Nacht habe ich mir das so erträumt, ich konnte da aber noch nicht ahnen, dass das so auch eintritt. Danke ans Team! Was sie leisten, ist unglaublich. Ohne das Team hätte ich das nicht geschafft. Ich freue mich, dass mal so ein reibungsloses Rennen kam." (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis).

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 2):

"Das ist natürlich eine riesen Enttäuschung für mich. Ich habe am Anfang einfach meinen Rhythmus nicht gefunden. Der Wind war auch wieder ganz anders. Als er dann vorbei war ging es, aber das war natürlich zu spät. Das ist mega enttäuschend, aber trotzdem danke an alle hier. Ich freue mich, nächstes Jahr wieder hier zu sein. Wie ihr gesehen habt, fahre ich immer weiter Attacke. Es ist immer noch alles drin." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Daniel Ricciardo (Red Bull, Platz 3):

"Wir haben getan, was wir konnten. Für uns alle war es ein großartiges Wochenende. Hier kann man gut überholen, es gibt viele Gelegenheiten. Magnussen habe ich mir in Kurve eins geschnappt, Alonso dann nach dem Restart. Das war doch nicht allzu langweilig. Austin ist großartig, ein Vergnügen. Die Stadt und die Anlage sind fantastisch. Ich bin sehr gerne hier und danke Red Bull für das Paket, das es mir erlaubt hat, um Rang drei zu kämpfen"

Sebastian Vettel (Platz 7):

"Als das Safety-Car reinkam konnte ich überhaupt keinen Boden gut machen und musste im Gegenteil sogar abreißen lassen. Mehr als der Sauber war zu diesem Zeitpunkt nicht drin. Das ist natürlich schade, weil ich dachte, wir hätten ein besseres Auto. Leider hat es nicht geklappt mit einem Stopp und zweimal harten Reifen durchzufahren. Im Nachhinein haben wir dann doch das Richtig gemacht, in dem wir nochmal reingekommen sind. SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen

Nico Hülkenberg (Ausfall):

"Ich habe einfach den Vortrieb verloren, der Motor war plötzlich weg. Ich bin schon am Anfang über Sergios Fronflügel gefahren und habe mir einen platten Reifen eingefangen. Dadurch bin ich auf Rang 15 zurückgefallen und danach ging nicht mehr wirklich viel." Hier gibt es Tickets für die Formel 1

Adrian Sutil (Ausfall):

"Wir hatten eigentlich einen guten Start und konnten die Position verteidigen. Im letzten Sektor kam es dann zu der Situation mit Perez, als ich plötzlich einfach eine volle Breitseite bekommen habe. Das Auto war komplett krumm, und er hat fast auch noch Räikkönen abgeräumt. Das ist einfach total enttäuschend und so unnötig in der Position - schade. Für uns war das natürlich ein sehr wichtiges Rennen, wahrscheinlich wesentlich wichtiger als für Force India und Perez. Aber das ist Rennsport. Ich bin mal gespannt, was er dazu zu sagen hat. Mal schauen, ob er den Mut hat, zu mir zu kommen. Ich warte."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Lewis war richtig stark. Zu dem Zeitpunkt, als es drauf ankam, hat er eine richtig gute Pace gehabt und Nico dann auch überholt. Er war dann einfach schneller. Ich glaube, Nico hat es am Anfang des zweiten Turns etwas zu vorsichtig angehen lassen. Man hat am Ende gesehen, dass Nico die Pace hat, aber als es drauf ankam, hat ihn Lewis überholt. Nico war zum Zeitpunkt des Überholmanövers einfach relativ defensiv unterwegs und dann ist Lewis ins DRS-Fenster gekommen. Der Schritt für Lewis ist schon sehr groß, weil Nico es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann."

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