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Die internationale Presse huldigt Hamilton und verspottet Rosberg. Italien hofft auf Vettel. SPORT1 blickt auf die Stimmen.

München - Lewis Hamilton setzte sich beim Showdown in Adu Dhabi selbst die Krone auf.

Der Brite legte einen echten Blitzstart hin, stellte bereits auf den ersten Metern alle Zeichen auf Titelgewinn und behielt über 55 Runden die Kontrolle über das Renngeschehen (Bericht).

Dem zweiten Weltmeistertitel ließ Hamilton eine rauschende Feier mit Team und Freundin Nicole Scherzinger folgen.

Herausforderer und Teamkollege Nico Rosberg blieb nur die Rolle des Gratulanten. Die "Daily Mail" sah in dem Deutschen nach dem Rennen gar eine "Miezekatze".

Die internationale Presse hebt Lewis Hamilton auf den Formel-1-Olymp, bescheinigt ihm unter anderem "den Start seines Lebens" und nennt ihn "Legende".

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum letzten Rennen der Saison zusammen.

Daily Telegraph: "Vier Stunden Schlaf, nur 17 Punkte Vorsprung in einem 'Doppelt-oder-nichts-Duell' und was macht Lewis Hamilton? Er legt den Start seines Lebens hin. Sechs Jahre nach seinem ersten Triumph wird es eines Kraftaktes bedürfen, um den Briten wieder abzusetzen."

Daily Mail: "Hamilton stürmt zum Titel und verwandelt seinen Rivalen Rosberg in eine Miezekatze" (Im Original "Pussycat", Anspielung auf Hamiltons Freundin Nicole Scherzinger, Ex-Frontfrau der "Pussycat Dolls" - Anm.d.Red.)

The Guardian: "Es wirkte wie ein Gemälde von Caravaggio: Alles und jeder erschien im Schatten versteckt, während die Scheinwerfer auf den Helden des Moments gerichtet waren."

Gazzetta dello Sport: "Am Ende gewann der Richtige, Lewis Hamilton. Das Rennen, den Titel und die Party mit dem Union Jack und Nicole. Ferrari hätte die Saison nicht schlechter beenden können. Jetzt muss sich das Blatt wenden. Auf dem Altar der Niederlage wird Teammanager Marco Mattiacci geopfert.""

Corriere dello Sport: "Hamilton, ein zweiter Sieg wie in einem Märchen. Der Brite ist der wahre Erbe Sennas. Hamilton ist weit mehr als ein Pilot, er ist ein rebellisches Genie, eine Pop-Ikone, ein 29-jähriger Junge, der einen Traum hatte und ihn verwirklichen konnte."

Tuttosport:"Ferrari muss wieder eine schwere Enttäuschung hinnehmen. Das Team aus Maranello zeigt kein Signal des Erwachens. Nun hofft es für den Neubeginn auf Sebastian Vettel."

Repubblica: "Der Beste hat gesiegt."

Marca: "Hamilton übernimmt die Macht."

AS: "Hamilton, das Genie. Hamilton, die Legende."

Sport: "Mercedes regiert wieder, von Fangio bis Hamilton. Der deutsche Rennstall hat das Tempo der WM bestimmt, so wie damals mit dem Argentinier in den legendären fünfziger Jahren. Es gibt keine Diskussion: Wer die meisten Rennen gewinnt, hat auch den Titel verdient."

 

Der Standard: "Rosenwasser-Regen für Weltmeister Hamilton."

Die Presse: "Die Triumphfahrt eines Vollblutrennfahrers."

Neue Zürcher Zeitung: "Hamilton, der verdiente Weltmeister. Immerhin hat in Abu Dhabi damit der Sport gesiegt, der künstlichen Spannung durch die doppelten Punkte im Finale hätte es nicht bedurft. Damit hat die Königsklasse keinen kontroversen, sondern einen verdienten Weltmeister, der elf Saisonerfolge vorzuweisen hat."

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