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Nach zuletzt 8 Titeln - 4 bei den Konstrukteuren, 4 bei den Fahrern - in Folge bleibt ein Jahr des Übergangs mit vielen Enttäuschungen. Auch für Teamchef Christian Horner (Foto) eine bis dato ungekannte Gefühlslage

Sebastian Vettels langjähriger Rennstall Red Bull Racing plädiert aus Kostengründen weiter für ein neues Motorenreglement in der Formel 1.

"Wir stehen am Scheideweg. Wir müssen eine bessere Lösung finden", sagte Teamchef Christian Horner bei "ServusTV": "Deshalb hat Red Bull Racing angeregt, ab 2016 den alten Motor zu behalten, aber den Turbo zu vereinfachen beziehungsweise zwei Turbos zu nehmen."

So könne man sowohl Kosten senken, als auch die seit der Einführung der Hybrid-Motoren zu Saisonbeginn kritisierten Motorengeräusche verändern, sagte Horner: "Dann werden die Autos wieder lauter, und es gibt mehr Spektakel. Man kann diesen Turbo vereinheitlichen. Das würde die Entwicklungskosten drastisch reduzieren. Auch das Energierückgewinnungssystem kann man standardisieren und so Kosten senken."

Red Bull und Ferrari hatten in den vergangenen Monaten bereits darauf gehofft, größere Veränderungen am Motor für 2015 vornehmen zu dürfen, um den großen Rückstand auf Weltmeister Mercedes zu verkürzen.

Dies war aber auch am Veto der Silberpfeile gescheitert. Für 2016 stützt Red Bull seinen Antrag nun auf das Argument der Kostensenkung, nachdem die Teams Caterham und Marussia zuletzt in Insolvenz gehen mussten.

"Was die Formel 1 für die Teams so teuer gemacht hat, sind die neuen Power Units, die die FIA bestimmt hat", sagte Horner: "Das hat die Hersteller in etwa eine Milliarde Euro in der Herstellung gekostet. Diese Kosten werden natürlich an die Teams weitergegeben. Deswegen hatten Marussia und Caterham solche Probleme."

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