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Jules Bianchi kollidierte in Suzuka mit einem Rettungsfahrzeug
Jules Bianchi kollidierte in Suzuka mit einem Rettungsfahrzeug © getty

Der schwere Crash des Formel-1-Piloten Jules Bianchi (25) war eine unglückliche Verkettung mehrerer Umstände, die einzeln nicht zu seinem Unfall geführt hätten. Zu diesem Ergebnis kommt das Gremium des Automobil-Weltverbandes FIA, das am Mittwoch in Doha seine Untersuchungsergebnisse vorstellte.

So war der Franzose nach Ansicht der Expertenkommission zu schnell unterwegs und habe die doppelten Gelben Flaggen nicht entsprechend befolgt, zudem sei die ansonsten "halbtrockene" Strecke in diesem Abschnitt deutlich nasser gewesen. Zudem hätte der Aufprall unter Umständen schwächer ausfallen können, wenn ein Sicherheitssystem richtig gegriffen hätte.

Als Folge des schweren Unfalls schlug die Kommissionen einen Maßnahmenkatalog vor. So sollen in Zukunft Geschwindigkeitsbegrenzungen bei doppelten Gelben Flaggen gelten, die Sicherheits-Software der Wagen soll ebenso überprüft werden wie die Drainage der einzelnen Strecken. Geschlossene Cockpits und Schutzpolster an den Abschleppfahrzeugen seien dagegen nicht in der Lage, die Wucht eines solchen Aufpralls entscheidend zu mindern.

Bianchi war am 5. Oktober beim Großen Preis von Japan auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Boliden gegen ein Abschleppfahrzeug gerast. Der Franzose befindet sich mittlerweile nicht mehr im künstlichen Koma, aber immer noch in einem kritischen Zustand. Vor zwei Wochen wurde Bianchi zudem aus der Klinik im japanischen Yokaichi in ein Krankenhaus in Nizza verlegt, wo er auf der Intensivstation weiter behandelt wird.

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