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Bernie Ecclestone schaut grimmig
Bernie Ecclestone ist der Boss der Formel 1 © getty

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat Spekulationen um einen Verlust des Großen Preises von Deutschland schon in der kommenden Saison angeheizt.

Der 84-Jährige deutete in einem Interview mit dem britischen TV-Sender "Sky Sports News" an, dass möglicherweise weder Hockenheim noch der Nürburgring 2015 ein Rennen austragen werden. "Aber wir haben ja schon ein deutsches Rennen - in Österreich", sagte Ecclestone im Scherz.

Erst in der vergangenen Woche hatte Ecclestone den eigentlich für den 19. Juli geplanten Großen Preis am traditionsreichen Nürburgring in Zweifel gezogen. Als Ersatz könnte Hockenheim in Frage, doch genau das ist offenbar noch nicht sicher. "Nicht wirklich", antwortete Ecclestone auf die Frage, ob Hockenheim im Kalender stehe.

Ecclestone kündigte gleichzeitig noch für Mittwoch Gespräche mit den neuen Eigentümern des Nürburgrings in London an. "Wir würden alles unternehmen, damit sie nicht verschwinden. Am Ende ist der einzige Grund, warum das Rennen nicht stattfinden könnte, dass sie es sich nicht leisten können", sagte er.

Seit 1960 war in Deutschland stets ein Formel-1-Rennen ausgetragen worden, seit 2008 wechseln sich Hockenheimring und Nürburgring wegen der enormen Kosten an.

Zumindest in Hockenheim galt die Zukunft als Formel-1-Strecke eigentlich als gesichert, die schwachen Zuschauerzahlen im Vergleich zu den Zeiten von Michael Schumacher sorgten jedoch für Bedenken.

Auch Ecclestone hat für den Rückgang keine Erklärung. "Das überrascht mich. Vielleicht liegt es daran, dass die Deutschen immer Michael unterstützt haben, an ihn gewohnt waren und ihn jetzt vermissen", sagte der Formel-1-Boss.

Im vergangenen Jahr waren am Rennsonntag lediglich 52.000 Fans an die Strecke gekommen, 2013 am Nürburgring waren sogar nur 44.000 Zuschauer beim Rennen.

Auch andere Standorte wie die Traditionsstrecke im englischen Silverstone beklagten zuletzt einen Zuschauerschwund.

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