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Nico Rosberg drehte am dritten Tag in Jerez die meisten Runden
Nico Rosberg drehte am dritten Tag in Jerez die meisten Runden © Getty Images

Jerez de la Frontera - Nico Rosberg trotzt den Problemen mit seinem Silberpfeil und erweist sich bei den Tests in Jerez erneut als Kilometerfresser. Ferrari kann wieder überzeugen.

Marathon-Mann Nico Rosberg ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Als sein Silberpfeil auf dem Abschleppwagen auf dem Weg in die Box war, nutzte der Vizeweltmeister die Zwangspause für ein schnelles Mittagessen.

Gestärkt durch Nudeln und Lachs setzte der 29-Jährige anschließend seine Kilometerjagd auf dem Circuito de Jerez erfolgreich fort und spulte erneut beeindruckende 151 Runden ab.

Mercedes schon mit Vorsprung

Bereits am Sonntag hatte Rosberg 157 Runden auf den Asphalt gelegt und war dabei nach der langen Winterpause auch körperlich an die Grenzen gegangen.

Einmal mehr stellte Mercedes unter Beweis, wie weit das Weltmeisterteam in der Frühphase der Saison bereits in der Entwicklung ist - auch wenn die Elektronik zwischenzeitlich den Motor stoppte und Rosberg zum Beifahrer im Streckentaxi machte.

Konkurrenz mit Bestzeiten

Die Jagd auf die Tagesbestzeit überließ Mercedes wie schon an den Vortagen der Konkurrenz. In Abwesenheit von Sebastian Vettel, der an den ersten beiden Testtagen im Ferrari die Bestzeiten gesetzt hatte und am Dienstag schon wieder im Simulator in Maranello saß, gelang Sauber-Neuling Felipe Nasr (Brasilien) in 1:21,545 Minuten die schnellste Runde.

Rosberg (1:22,047) landete hinter dem Finnen Kimi Räikkönen (1:21,750), der den Ferrari von Vettel übernommen hatte, auf Rang drei.

Alonso verbessert

Fernando Alonso (Spanien) schien mit dem McLaren-Honda zunächst deutliche Fortschritte zu machen und spulte auf der zunächst noch feuchten Strecke 32 Runden ab, fünfmal mehr als bei seinem ersten Auftritt am Sonntag.

Dann aber meldete McLaren fehlenden Druck im Kühlungssystem und zog seinen Boliden aus dem Verkehr. Trotzdem freute sich der zweimalige Weltmeister via Twitter über einen "großen Schritt" vorwärts.

Probleme bei Ricciardo

Ebenfalls nur einen kurzen Arbeitstag hatte der WM-Dritte Daniel Ricciardo (Australien), an dessen Red Bull der Motor gewechselt werden musste. So bekam Besitzer und Milliardär Dietrich Mateschitz, der zu einer Stippvisite nach Andalusien gejettet war, nicht viel zu sehen vom Tarnfarben-Bullen.

Im Schwesterteam Toro Rosso überzeugte dagegen der spanische Neuling Carlos Sainz junior mit einer lupenreinen Vorstellung und 136 Runden auf dem 4,428 km langen Kurs. Die acht Teams testen noch bis einschließlich Mittwoch in Jerez und dann noch zweimal in Barcelona Ende Februar. Saisonstart ist am 15. März im australischen Melbourne.

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