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Die Betreiber des Nürburgrings wollen den Großen Preis von Deutschland austragen
Die Betreiber des Nürburgrings wollen den Großen Preis von Deutschland austragen © getty

Die Entscheidung über den deutschen Formel-1-Grand-Prix ist weiter offen, allerdings würde der Nürburgring bei einer Ausrichtung des ursprünglich für den 19. Juli angesetzten Rennen mit Verlusten leben können.

"Wir haben gesagt, dass uns das Rennen im Interesse der Fans und der Region so viel wert ist, dass wir einen betriebswirtschaftlich akzeptablen Verlust hinnehmen", sagte Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH, dem Magazin Motorsport aktuell.

Allerdings weiß auch Schumacher, dass es angesichts der ungeklärten Situation immer schwieriger wird, das Rennen erfolgreich zu vermarkten.

"Das ist auch der Grund, weshalb wir gesagt haben, wir möchten das Veranstalterrisiko nicht tragen", so Schumacher: "Es ist gar keine Frage, dass man mit der Formel 1 als Veranstalter auch Geld verdient. Aber das Problem ist die Antrittsgebühr, und darüber muss man sprechen."

Langfristig müssten sich die Veranstalter Gedanken machen, ob sich die Formel 1 in Deutschland überhaupt noch rentiert.

"Ich glaube, dass es generell keinen Sinn macht, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen man nur Geld wechselt, aber keines verdient. Das kann sich niemand auf Dauer leisten, und das kann sich auch keine andere Rennstrecke in Deutschland leisten."

Zuletzt hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erklärt, dass es wahrscheinlich 2015 kein Rennen in Deutschland geben wird, weil mit dem Nürburgring keine Einigung erzielt werden konnte, und der Hockenheimring als Alternative nicht zur Verfügung stehe.

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