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Lewis Hamilton (l.) sicherte sich 2014 erst beim Saisonfinale den WM-Titel vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg
Lewis Hamilton (l.) sicherte sich 2014 erst beim Saisonfinale den WM-Titel vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg © getty

Barcelona - Bei den Tests in Barcelona muss Lewis Hamilton krank aufgeben, Nico Rosberg winkt mit einer langwierigen Entzündung ab. Der Unfallpilot des DFB-Sommers springt ein.

Nico Rosberg hat Nacken, Lewis Hamilton liegt mit Fieber im Hotelbett: Dem Weltmeister-Team Mercedes gehen bei den Formel-1-Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya die Fahrer aus.

Weltmeister Hamilton war am Donnerstag bereits angeschlagen ins Auto gestiegen, nach nur elf Runden winkte er schließlich ab und verließ die Rennstrecke.

Statt für Rosberg baute Mercedes anschließend den F1 W06 Hybrid für Testfahrer Pascal Wehrlein um, der eigentlich für Force India im Einsatz war.

Langwierige Nervenentzündung

Grund für die überraschende Maßnahme: Auch Vizeweltmeister Rosberg ist nicht fit.

Der 29-Jährige leidet nach Informationen des Fachmagazins auto, motor und sport bereits seit dem Saisonauftakt Anfang des Monats unter einer Nervenentzündung im Nackenbereich, die anscheinend noch nicht vollständig auskuriert ist.

Mercedes bestätigte die Nackenprobleme des Wiesbadeners, wollte aber wie auch bei Hamilton keine Prognose für die kommenden Tage abgeben.

Im schlimmsten Fall nur noch Wehrlein

Ursprünglich sollte Rosberg am Freitag und Sonntag zum Einsatz kommen, der Samstag war für Hamilton reserviert. Im schlimmsten Fall müsste Wehrlein ganz allein an den kommenden drei Tagen jeweils acht Stunden lang Kilometer fressen.

Wehrlein war im Mai in die Schlagzeilen geraten, als er im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf die WM einen gravierenden Unfall verursachte. Bei einer PR-Aktion hatte er im Passeiertal in Südtirol einen Passanten erfasst und schwer verletzt.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Bozen hatte er den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Rosberg nicht eingehalten.

Wenig Zeit zur Regeneration

Bei den Test Jerez hatten die Silberpfeile trotz kleinerer Probleme mehr als 500 Runden absolviert.
Viel Zeit zum Regenerieren bleibt den beiden etatmäßigen Mercedes-Piloten allerdings nicht. Bereits ab dem 26. Februar steht erneut in
Barcelona die dritte und letzte Trainingssession auf dem Programm. Am 15. März wartet bereits der Saisonauftakt im australischen Melbourne.

Pascal Wehrlein im Force India bei den Tests in Barcelona
Pascal Wehrlein im Force India bei den Tests in Barcelona © getty

Am Donnerstag hatte Wehrlein, dessen Einsatz in Barcelona angeblich durch offene Rechnungen von Force India bei Motorenlieferant Mercedes zustandegekommen sein soll, bis zur Mittagspause 32 Runden gedreht und im Vorjahresauto die siebtbeste Zeit erzielt.

Dann erfolgte der fliegende Wechsel in den Silberpfeil.

Probleme bei McLaren, Crash von Wolff

Vorzeitig beendet war der Tag auch für McLaren. Probleme am Energierückgewinnungssystem an der neuen Antriebseinheit von Honda
stoppten den englischen Ex-Weltmeister Jenson Button (35) nach nur 21 Runden.

McLaren droht zudem auch der Ausfall am Freitag, weil die defekte Dichtung neu hergestellt werden muss. Eine Alternative wäre ein eingeschränktes Programm des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso (33/Spanien).

Die schnellste Zeit des erstes Tages fuhr Pastor Maldonado (Venezuela) im Lotus in 1:25,011 Minuten vor dem 35 Jahre alten Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland/1:25,167), der allerdings auf den langsameren Medium-Reifen unterwegs war.

Sebastian Vettel greift erst am Samstag und Sonntag ins Geschehen ein. 

Die Schottin Susie Wolff drehte im Williams 86 Runden, musste ihren Boliden aber nach einem Zusammenstoß mit Sauber-Pilot Felipe Nasr (Brasilien) zwischenzeitlich länger für die notwendigen Reparaturen abstellen. 

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