Nach dem endgültigen Aus für den Großen Preis von Deutschland in der laufenden Formel-1-Saison setzen sich die Betreiber des Hockenheimrings gegen den Vorwurf mangelnder Risikobereitschaft zur Wehr. "Wir betreiben im Unternehmen kein Glücksspiel", sagte Georg Seiler, Geschäftsführer des Hockenheimrings, der Sportbild.

Die Strecke in Baden-Württemberg hatte sich als Ersatzort für den in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Nürburgring angeboten. Allerdings konnte sich Seiler mit Chefpromoter Bernie Ecclestone nicht über die Höhe des Antrittsgeldes einigen.

"Wir haben uns als Ersatz angeboten. Dies schließt logischerweise jegliches finanzielle Risiko für uns aus", sagte Seiler, der im Vorjahr mit der Ausrichtung des Rennens rund 2,5 Millionen Euro Verlust eingefahren haben soll.

Auch Ecclestone wies nach den geplatzten Verhandlungen jede Schuld von sich: "Wir verkaufen keine Tickets. Der Veranstalter muss dafür sorgen, dass er genug Einnahmen hat."

In der Vorwoche hatte der Motorsportweltrat des Automobil-Weltverbandes FIA den Grand Prix von Deutschland für dieses Jahr gestrichen. Damit findet erstmals seit 1960 eine Formel-1-Saison ohne Rennen auf deutschem Boden statt.

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel