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Fernando Alonso beim Großen Preis von Malaysia
Fernando Alonso ist zweimaliger Weltmeister © getty

Sepang - Fernando Alonso sieht beim Regen-Qualifying in Sepang seine niedrigen Erwartungen untertroffen und wird sarkastisch. Hülkenberg fühlt sich ans Wakeboarden erinnert. Stimmen.

Mit Rückkehrer Fernando Alonso sollte bei McLaren nach dem desolaten Saisonstart alles besser werden - doch ein Aufwärtstrend ist auch beim Qualifying in Sepang (Highlights ab 19 Uhr im TV auf SPORT1) kaum auszumachen.

Mit den Plätzen 17 und 18 ließen Jenson Button und Alonso lediglich das Team Manor-Marussia hinter sich, die kaum eine Runde drehten.

Der zweimalige Weltmeister Alonso sah sogar seine niedrigen Erwartungen noch untertroffen und übt sich in Sarkasmus (Datencenter: Ergebnis des Qualifyings).

Vettel sieht Abstand schmilzen

Für eine positive Überraschung sorgte Sebastian Vettel bei seinem zweiten Rennwochende mit Ferrari. Mit Platz zwei schaffte es der viermalige Weltmeister, sich vor einen der beiden überlegenen Mercedes zu schieben.

Für das Rennen (So., ab 8.45 Uhr im LIVETICKER) ist Vettel ungeachtet der Wetterbedingungen optimistisch und sieht Ferraris Abstand zu Mercedes weiter schmilzen.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1):

"Bisher ist hier an diesem Wochenende noch niemand im Nassen gefahren. Die erste Runde ist deshalb immer eine Fahrt ins Ungewisse. Auf der zweiten Runde war ich zunächst schneller, verlor dann aber Zeit. Meine Runde im Qualifying war gut, ich habe gepusht und dann war ich am Ende zum Glück auch vorne. Es war ein guter Job des Teams. Ich bin froh, dass wir wieder ein Auto auf der Pole-Position haben."

Sebastian Vettel (Ferrari, Startplatz 2):

"Man muss schauen, ob es im Rennen wieder regnet, dann kann das alles wieder durcheinander gewirbelt werden. Ich denke, es war ein interessantes Qualifying. Das Auto hat sich sowohl im Trockenen wie auch im Nassen gut angefühlt, von daher bin ich recht glücklich. Auch die Longruns im Freien Training waren okay. Wir wissen, dass es schwer ist, Mercedes zu schlagen. Aber es sieht so aus, als wären wir dieses Wochenende etwas näher dran."

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 3):

"Das war definitiv nicht ideal heute. Ich bin einfach nicht gut genug gefahren. Darüber ärgere ich mich selbst, denn das war nicht das, was ich erwartet habe. Trotz des starken Regens und der nassen Strecke hatte die Piste total viel Grip. So etwas habe ich überhaupt noch nicht erlebt - unglaublich. Also es war sehr gut zu fahren. Das ist enttäuschend für mich, aber ich sollte morgen trotzdem gute Chancen haben, Sebastian am Start zu erwischen, denn ich stehe ja auf der sauberen Seite."

Daniel Ricciardo (Red Bull, Startplatz 4):

"Der vierte Platz war das Beste, was wir erreichen konnten. Es ist schon eine Weile her, dass ich zum letzten Mal in der zweiten Reihe stand. Im Trockenen wären wir vielleicht nur Fünfter gewesen. Der Abstand zu Mercedes ist immer noch gewaltig, aber auch die Lücke zu Sebastian war zu groß. Sie haben offensichtlich ein gutes Paket, wir wären gerne näher dran. Gleichzeitig stehen wir aber auch bei schwierigen Bedingungen vor den Williams. Das ist positiv."

Kimi Räikkönen (Ferrari, Startplatz 11):

"Wir hatten einen Plan, an den muss man sich halten. Das war in diesem Fall falsch. Es gab nicht viel, was ich hätte tun können. Das Wochenende war gut, besser als erwartet. Die Position für den Start ist aber nicht ideal. Die Chance, dass da in der ersten Kurve etwas schiefläuft, ist größer. Die ersten Kurven werden schwierig."

Niko Hülkenberg (Force India, Startplatz 13)

"Es ist echt fies, wenn man auf Slicks draußen ist und auf einmal schüttet es wie aus Eimern. Ich dachte 'Jetzt wird es spaßig, jetzt wird hier ein bisschen Wakeboard gefahren'. Da ist es gar nicht so einfach, das Auto nach Hause zu bringen. Uns hätte es gut getan, wenn der Regen fünf Minuten früher gekommen wäre. Insgesamt ist es aber ein gutes Ergebnis und ein guter Startplatz für morgen. Regen würde uns guttun und würde mir persönlich auch viel Spaß machen, weil ich gerne im Regen fahre. Die Prognose sieht aber leider furztrocken aus."

Fernando Alonso (McLaren, Startplatz 18):

"Nach Australien wussten wir mehr oder weniger, wo wir stehen. Wir sind aber sogar noch schlechter, als wir dachten, bevor wir nach Malaysia kamen. Ich bin optimistisch, dass ich nach Q1 nicht noch einmal so ein Interview geben werde. Wenn wir alle zwei Wochen eineinhalb Sekunden aufholen, stehen wir in drei oder vier Rennen auf der Pole. Als ich Mercedes eine halbe Minute vor dem Rest gesehen habe, war meine Entscheidung klar. Um Mercedes zu schlagen, muss man etwas anderes machen und etwas riskieren. Wenn man nur kopiert, wird man immer dahinter sein. Ich bin am richtigen Platz."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Lewis hätte (in Q2, Anm. d. Red.) rausfliegen können. In der letzten Kurve fuhr er mitten im Verkehr. Aber man sieht: Eine halbe Stunde später steht er auf der Pole. Wir haben das Timing mit den Reifen am Ende nicht ganz so gut hinbekommen. Der Intermediate war kein Reifen für zwei Runden, sondern nur für eine. Insofern haben wir alle einen Fehler gemacht."

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