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Sebastian Vettel bescherte Ferrari den ersten Sieg seit Barcelona 2013

Mit seinem Triumph in Sepang haucht Sebastian Vettel Ferrari und der ganzen Formel 1 wieder neues Leben ein. Chefpromoter Bernie Ecclestone sollte deshalb seine Kritik sofort zurücknehmen.

Bernie Ecclestone ließ zuletzt keine Gelegenheit aus, Sebastian Vettel zu kritisieren.

Er sei langweilig, schwer zugänglich und fokussiere sich allein auf seine Aufgaben als Rennfahrer.

Das reiche aber nicht, um die Formel 1 wieder auf Kurs zu bringen, befand der Chefvermarkter des kriselnden Milliarden-Geschäfts.

Das mag zwar in Ansätzen stimmen, greift aber viel zu kurz.

Was der Formel 1 vor allem fehlte, war der spannende Wettkampf chancengleicher Teams.

Insofern hat ausgerechnet Vettel in Sepang dafür gesorgt, dass die Formel 1 wieder attraktiver wird.

Sein erster Sieg für Ferrari war mehr als ein Ausrufezeichen, es war die vollendete Kampfansage an Mercedes und eine Aufforderung an die Silberpfeile, sich so schnell wie möglich aus der Komfortzone zu verabschieden.

Dahin hatten sie sich nämlich zurückgezogen. Im Gefühl der großen Dominanz tönte Mercedes-Motorportchef Toto Wolff noch vor zwei Wochen in Melbourne, dass weit und breit kein Gegner in Sicht sei.

Und schon schlichen sich in Sepang die entscheidenden Fehler ein, als man zunächst auf eine Dreistoppstrategie setzte und Lewis Hamilton nach dem letzten Stopp mit der falschen Reifenmischung auf die Strecke schickte.

Im vergangenen Jahr noch wären solche Kleinigkeiten kaum ins Gewicht gefallen, jetzt aber ist mit Ferrari ein Rivale erwachsen, der solche Schwächen ausnutzt.

Früher als erwartet trägt die komplette Umstrukturierung innerhalb der Scuderia erste Früchte.

Ein wesentlicher Teil dieser Neuausrichtung ist ein Fahrer, der sich seit seiner Ankunft in Maranello ausschließlich auf seine Arbeit als Rennfahrer konzentriert, der mit seinem Fleiß und seiner positiven Einstellung einem ganzen Team neues Leben einhauchte und damit auch der Formel 1 als Ganzes.

Es ist höchste Zeit für Herrn Ecclestone, sich bei Sebastian Vettel zu entschuldigen.

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