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Sebastian Vettel peilt in Malaysia den zweiten Podiumsplatz 2015 an © getty

München - Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen lassen beim Training in Sepang den forschen Tönen ihres Teamchefs Taten folgen. Trotz Vettels Dreher sind die Mercedes-Stars gewarnt.

Ferrari schaltet in den Angriffsmodus.

Schon im Vorfeld des Malaysia-GP (Qualifying, Sa., ab 9.45 Uhr im LIVETICKER) waren die Verantwortlichen der Scuderia mit forschen Tönen in Richtung Mercedes aufgefallen.

Man dürfe nicht mehr mit Platz zwei zufrieden sein, formulierte Teamchef Maurizio Arrivabene die neuen Ziele der roten Renner.

In Sepang machten sich die beiden Piloten schon im Freien Training daran, das neue Anspruchsdenken in die Tat umzusetzen, auch wenn sie noch nicht ganz das Tempo der Silberpfeile mitgehen konnten (Datencenter: Ergebnis 1. Training).

Vettel übertreibt Attacke

Vor allem Sebastian Vettel zeigte sich extrem angriffslustig, übertrieb es aber kurzzeitig mit seiner Attacke.

In der zweiten Session legte er einen astreinen Dreher hin. "Ich wollte ein bisschen zu viel", kommentierte er seinen Ausrutscher: "Ich hatte aus der Spitzkehre heraus ein bisschen durchdrehende Räder, dachte aber, es passt und bin dann aufs Gas. Es hat nicht gepasst."

Da er bei dieser Aktion seine weichen Reifen ruinierte, konnte er in den Kampf um die Rundenbestzeiten nicht mehr eingreifen. Sein Auto fühle sich aber nach wie vor gut an, erklärte der viermalige Weltmeister (Datencenter: Ergebnis 2. Training).

Räikkönen konstant

Wie nah Ferrari mittlerweile an Mercedes herangerückt ist, zeigten die Zeiten von Kimi Räikkönen.

Dem Finnen fehlten in beiden Trainingsläufen auf den Schnellsten nicht einmal mehr vier Zehntelsekunden. Um genau zu sein, hatte der "Iceman" im ersten wie auch im zweiten Training den identischen Rückstand von 0,373 Sekunden - zunächst auf Nico Rosberg, dann auf Lewis Hamilton.

Auch Räikkönen hat die großen Ziele wieder im Blick, gibt aber zu bedenken: "Wir haben noch ein paar Probleme mit dem Auto und müssen uns steigern, wenn wir gewinnen wollen."

Rosberg und Hamilton gewarnt

Den Silberpfeilen ist die erneute Leistungssteigerung der Roten jedenfalls nicht verborgen geblieben.

"Es sieht so aus, als ob Ferrari wieder ziemlich nah dran ist, auf die müssen wir aufpassen", warnte Rosberg. Und Hamilton schob nach: "Wir werden hart arbeiten müssen, denn Ferrari sah sehr gut aus."

Was sich also in Australien zu Saisonbeginn schon angedeutet hatte, setzt sich in Malaysia fort: Ferrari rückt immer näher an Mercedes heran.

Wie nah, das wird sich schon im Qualifying auf dem Sepang International Circuit zeigen. Ein Platz für die roten Renner in der ersten Startreihe ist zumindest wahrscheinlicher geworden.

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