Video

Schanghai - Auch wenn es in Schanghai nicht zum Sieg reicht, ist Sebastian Vettel voll des Lobes über sein Team. Nico Rosberg zeigt sich zerknirscht und motzt gegen den Teamkollegen. Stimmen.

Die Hoffnung war da, aber eine realistische Chance hatte Sebastian Vettel diesmal nicht.

Zwei Wochen nach dem sensationellen Sieg in Malaysia war der Ferrari-Pilot in Schanghai gegen das Mercedes-Duo chancenlos (Datencenter: Das Rennergebnis).

Dennoch zog er nach seinem dritten Platz beim Großen Preis von China ein durchweg positives Fazit.

Ganz anders die Gefühlslage beim anderen deutschen Top-Piloten: Nico Rosberg war mächtig angefressen, nachdem er sich erneut Lewis Hamilton geschlagen geben musste, und fühlte sich vom Teamkollegen ausgebremst.

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1:

"Alle Sessions liefen glatt und ich habe im Auto richtig Spaß gehabt. Heute hat es sich bezahlt gemacht, dass wir den Wagen genau so vorbereitet haben, wie ich mir das gewünscht habe. Ich versuche immer, so schnell wie möglich zu fahren. Aber ich muss mich auch um die Reifen kümmern. Es ging darum, den Abstand zwischen mir und Nico zu halten, die Reifen zu schonen und sie dann auszuquetschen, wenn es nötig war."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 2:

"Ich bin wirklich mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren. Insbesondere ganz am Ende. Da habe ich nochmal etwas riskiert, um heranzukommen. Weil  Lewis am Anfang der ersten beiden Stints immer sehr langsam war, war Sebastian nahe dran. Ich konnte nicht schneller, weil ich nicht näher heranfahren konnte. So habe ich einiges verloren, denn als Sebastian mit einem frühen Stopp versucht hat, mich zu überholen, musste ich auch zeitig zur Box. So hatte ich weniger Chancen gegen Lewis, weil meine Reifen am Ende der Stints älter waren. Das ärgert mich."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 3:

"Alles in allem war es ein großer Erfolg. Wir sind deutlich näher dran als vor vier Wochen. Mit Ausnahme von Malaysia, als wir sogar vor ihnen waren. Es war ein weiterer Schritt nach vorn. Wir waren in der Lage, sie unter Druck zu setzen. Aber die Jungs von Mercedes sind sehr schnell gewesen. Wir haben versucht, ihnen das Leben noch schwerer zu machen, indem wir etwas eher zum letzten Stopp hereinkamen. Doch auf der härteren Mischung war Mercedes einen Tick zu schnell, sodass sie uns davonziehen konnten. Danach ging es nur noch darum, das Podestergebnis nach Hause zu fahren. Für uns ist das ein schöner Erfolg. Ich freue mich darüber. Letztes Jahr waren die Mercedes weit voraus. Über die Wintertests haben sie eine starke Form gezeigt. So etwas löst sich nicht in Luft auf. Man darf auch nicht vergessen: es ist erst das dritte Rennen. Wir haben bis jetzt alle Erwartungen übertroffen."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Platz 4:

"Platz vier ist nicht so schlecht. Das ist besser als unsere Startposition. Wir wollten natürlich um den ersten Platz kämpfen, doch das war hier wohl das Maximum. Aber wenn wir weiter so arbeiten wie seit dem vergangenen Jahr, dann holen wir Mercedes irgendwann ein."

Fernando Alonso (McLaren), Platz 12:

"Es war ein hartes Rennen für uns. Wir wussten, dass wir nicht übermäßig konkurrenzfähig sein würden. Das Ziel war es, die karierte Flagge zu sehen, weil das wertvolle Informationen bedeutet. Da ist es gut, ein Rennen beendet zu haben. Hoffentlich ist es eines der letzten, bei dem wir hinterherfahren und wir haben bald mehr Erfolg."

Nico Hülkenberg (Force India), Ausfall:

"Ich habe auf einmal einfach den Vortrieb verloren. Irgendetwas ist schiefgegangen, und ich musste das Auto abstellen. Es ist schade, wer weiß, was noch gegangen wäre. Ein Rennen so früh zu beenden, ist immer unschön. Ich war überrascht, dass wir mit dem Mittelfeld ein bisschen mithalten konnten. Ich hatte Anschluss an Sauber und Toro Rosso vor mir, was im positiven Sinne überraschend war. Die erste Runde war auch ganz ordentlich, und ich konnte ein paar Plätze gutmachen."

Nico Hülkenberg in Aktion beim Großen Preis von China
Nico Hülkenberg in Aktion beim Großen Preis von China © Getty Images

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Das muss analysiert werden. Wir sollten nicht eine halbe Stunde nach dem Rennen mit dem Finger auf jemanden zeigen. Lewis war heute schneller und hat die Reifen länger frisch gehalten. Es hat heute der Richtige gewonnen. Das ist eine Rivalität, das war es schon immer. Solche Kontroversen muss man gut managen, ohne Eskalation. Und manchmal hilft Eskalation auch. Aber heute kann man nicht sagen, dass wir viel falsch gemacht haben."

James Allison (Ferrari-Technikchef):

"Es war kein schlechtes Ergebnis. Wir haben keine Fehler gemacht und fuhren auf die Positionen drei und vier. Jetzt geht es für uns darum, unser Auto schneller zu machen. Heute waren sie zu gut. Nur mit den frühen Boxenstopps konnten wir ein wenig Druck auf Mercedes ausüben. So waren sie gezwungen, Entscheidungen zu treffen. Aber einen großen Unterschied hat das nicht mehr gemacht."

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel