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Lewis Hamilton ist der Glamour-Boy der Formel 1 © Imago

München - Monaco bietet den passenden Rahmen für die Vertragsverlängerung zwischen Mercedes und Lewis Hamilton. Der stellt Nico Rosberg jetzt noch weiter in den Schatten.

Wer in der Formel 1 etwas auf sich hält, der gibt eine so wichtige Entscheidung wie eine Vertragsverlängerung mit einem Spitzenfahrer nicht auf irgendeiner Rennstrecke der Welt bekannt. In Malaysia oder China? Das wäre für beide Seiten wohl unter ihrer Würde gewesen.

So ist es sicherlich kein Zufall, dass das Weltmeister-Team Mercedes und Lewis Hamilton, die derzeit mit Abstand schillerndste Fahrerfigur, die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit anlässlich des Grand-Prix-Wochenendes im glamourösen Fürstentum Monaco (Training, Do. ab 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) besiegeln.

Glitzernde Fassaden

Die glitzernden Fassaden und prachtvollen Yachten an der Cote d'Azur bilden die perfekte Kulisse für die Unterzeichnung eines Vertrages, um den seit vier Monaten heftig gerungen wurde.

Jetzt gab Mercedes bekannt, dass Hamilton drei weitere Jahre bei Mercedes bleibt. "Wir haben uns für diesen Prozess genügend Zeit gelassen und nichts überstürzt. Das Ergebnis ist eine starke Vereinbarung", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Über erfolgsabhängige Bonuszahlungen verdient der zweimalige Champion künftig angeblich bis zu 37 Millionen Euro pro Jahr.

In den Sphären von Alonso

Damit kann sich Hamilton, der bislang rund 25 Millionen Euro jährlich verdient hat, über eine stattliche Gehaltserhöhung freuen. Mit dem neuen Vertrag schließ er zu Fernando Alonso auf, der mit geschätzten 34,5 Millionen Euro im Jahr der Topverdiener der Formel 1 ist.

Seinen Teamkollegen Nico Rosberg stellt Hamilton damit nicht nur finanziell gesehen weiter in den Schatten. Der neue Vertrag dürfte auch das Standing des aktuellen Weltmeisters bei Mercedes weiter erhöhen und die Aussichten auf weitere Titel verbessern. "Mercedes ist meine Heimat und ich könnte nicht glücklicher sein, für weitere drei Jahre hier zu bleiben", sagte Hamilton. (DATENCENTER: WM-Fahrerwertung).

Rosberg hatte seinen Kontrakt bereits 2014 um drei Jahre verlängert und soll dafür rund 18 Millionen per anno kassieren. Das ist jetzt nur noch die Hälfte des möglichen Hamilton-Salärs.

Spekulationen um Sonderleistungen

Offenbar soll sich der Engländer damit allein aber nicht zufrieden gegeben und weitere Sonderleistungen seines Arbeitgebers zugesichert haben. Demnach will er nicht nur seine errungenen Pokale, sondern auch seine Siegerautos behalten.

Eine offizielle Bestätigung wird es für eine derartige Klausel wahrscheinlich nicht geben. Sie würde aber zum an Arroganz grenzenden Selbstwertgefühl Hamiltons passen.

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Rennfahrer aus der englischen Grafschaft Hertfordshire lässt kaum eine Gelegenheit aus, sich und seinen Reichtum öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen.

In den sozialen Netzwerken postet er zahlreiche Fotos, auf denen er mit seinen sündhaft teuren Autos und seinem eigenen Flugzeug zu sehen ist. Er beschäftigt einen eigenen Stylisten und zeigt sich gern mit Stars und Sternchen aus dem Pop-Business.  

Ecclestone ist Hamilton-Fan

Zu seinen größten Fans gehört aber auch ein mächtiger Greis. "Lewis ist der beste Weltmeister, den wir je hatten. Er ist ein guter Botschafter", schwärmte jüngst der 84 Jahre alte Formel-1-Chefpromoter Bernie Ecclestone.  

Auch er wird die Kunde von Hamiltons Vertragsverlängerung bei Mercedes erfreut zur Kenntnis genommen haben, obwohl ihm sein Landsmann damit zumindest vorerst einen großen Traum zerstörte.

"Es wäre großartig, Lewis bei Ferrari zu sehen", sagte Ecclestone noch im April der Daily Mail zu entsprechenden Spekulationen. Die haben sich zumindest für die nächsten drei Jahre erst einmal erledigt.

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