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F1 Grand Prix of Russia - Previews
Jules Bianchi verstarb am 17.Juli 2015 im Alter von 25 Jahren © Getty Images

Die Fahrer entscheiden, wie sie ihren verstorbenen Kollegen in Ungarn ein letztes Mal würdigen wollen. Lewis Hamilton bekommt für seinen Vorstoß nicht nur positives Feedback.

Noch immer hat die Trauer die Formel 1 fest im Griff.

Der Tod von Jules Bianchi nach einer Leidenszeit von über neun Monaten hat in der Königsklasse eine Welle der Verbundenheit und des Mitgefühls ausgelöst.

Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass die Verantwortlichen beschlossen haben, dem verstorbenen Piloten am Sonntag vor dem Großen Preis von Ungarn (Freies Training ab 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) mit einer Schweigeminute zu gedenken, haben nun auch die Fahrer entschieden, wie sie ihren ehemaligen Kollegen ein letztes Mal würdigen wollen.

Aufkleber auf dem Auto

Wie die Fahrervereinigung Grand Prix Drivers' Association bekannt gab, werden alle Fahrer mit einem schwarzen Aufkleber auf dem Boliden an den Start gehen.

Auf dem Aufkleber werden drei Zeilen zu lesen sein. "You will always race with us", du wirst immer mit uns rennfahren, an erster Stelle.

Darunter das von Ferrari ins Leben gerufene Hashtag #CiaoJules, unter dem sich inzwischen tausende Fans bei der Scuderia gemeldet haben, um ihre persönlichen Abschiedsworte an den verstorbenen Bianchi zu richten.

Zum Abschluss dann ein weiterer Hashtag: #RacingUnited, im Rennsport vereint.

Kritik an Hamilton

Zuvor hatte bereits Weltmeister Lewis Hamilton erklärt, mit einem besonderen Aufkleber auf Helm und Fahrzeug an den nur 25 Jahre alt gewordenen Franzosen erinnern zu wollen.

Auf seiner Facebook-Seite forderte der Mercedes-Pilot seine Fan-Gemeinde auf, ihm einen passenden Hashtag zu schicken.

Neben zahlreichen Vorschlägen bekam Hamilton aber auch Kritik zu hören. Einige Fans warfen ihm vor, Bianchis Tod für seine persönlichen Zwecke zu missbrauchen.

User Jay Aimz etwa meinte: "Hamilton hat zugegeben, dass er Bianchi zu wenig gut gekannt hat. Und nun macht er so einen Wirbel. Er soll doch #StopUsingJulesTragicDeathForPublicity benutzen."

Der Brite hatte zuvor auf der Trauerfeier erklärt, er wünschte er hätte Bianchi besser gekannt. Allerdings hatte er bereits im nächsten Satz hinzugefügt: "Soweit ich ihn erlebt habe, hatte er ein gutes Herz und eine große Zukunft vor sich."

Für immer dabei

Diese wurde beim tragischen Unfall am 5. Oktober 2014 in Suzuka jäh zerstört. Die Formel 1 und Bianchis "Rennbrüder", wie Pater Sylvain Brison die Fahrerkollegen auf der Trauerfeier genannt hatte, werden ihn jedoch immer bei sich tragen.

In Ungarn in Form eines schlichten, aber bewegenden Aufklebers.

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