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Sergio Perez blieb bei seinem Überschlag offenbar unverletzt © twitter.com/F1

Lewis Hamilton untermauert seinen Favoritenstatus, erster Verfolger ist überraschend nicht der Teamkollege. Sergio Perez hat Glück im Unglück, Sebastian Vettel enttäuscht.

Weltmeister Lewis Hamilton spielt wieder einmal in seiner eigenen Liga. Im Training zum Großen Preis von Ungarn setzte der Silberpfeil-Pilot am Freitag die Bestzeit und lag dabei rund sieben Zehntelsekunden vor seinem nur viertplatzierten Teamkollegen Nico Rosberg.

"Es macht so viel Spaß, hier zu fahren, ich glaube, es ist meine Lieblingsstrecke", sagte Hamilton, der in Rosberg und Ferrari weiter die härtesten Gegner sieht.

"Sorgen mache ich mir nicht", sagte Rosberg, "aber der vierte Platz ist nicht gut heute. Das Auto ist aber schnell, das wird schon passen im Qualifying."

Perez crasht heftig

Am Vormittag hatte Nico Hülkenbergs Teamkollege Sergio Perez für einen Schreckmoment gesorgt. Der mexikanische Force-India-Pilot war auf dem Hungaroring von der Strecke abgekommen, dann in die Leitplanke gekracht und hatte sich anschließend überschlagen.

Perez kletterte aber ohne Hilfe aus dem auf dem Kopf liegenden und zerstörten Boliden heraus. Der 25-Jährige wurde anschließend zur Untersuchung ins Medical Center gebracht, das er nach wenigen Minuten zu Fuß und den Fans winkend wieder verließ.

"Es war ein komischer Unfall. Ich dachte, ich habe alles unter Kontrolle, aber die Strecke war sehr dreckig, deshalb bin ich in die Wand gekracht", sagte Perez.

Force India lässt Training aus

Zum Training am Nachmittag schickte Force India weder Perez noch Hülkenberg wieder auf die Strecke, weil die Ursache für den Unfall noch untersucht wurde. Ein Problem an der hinteren Aufhängung sollte genauer unter die Lupe genommen werden, aus Sicherheitsgründen mussten beide Piloten pausieren.

Für die zweite Rote Flagge des Vormittags hatte Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) gesorgt, der kurz vor Ende der Session seinen Frontflügel zerstörte und über die Strecke verteilte.

Vettel im Pech, Red Bull überzeugt

Teamkollege Sebastian Vettel hatte als Siebter sogar 1,7 Sekunden Rückstand. "Es ist Freitag, man darf jetzt nicht zu viel Gewicht reinlegen. Wir hatten keinen guten Tag und ein, zwei Probleme", sagte Vettel.

Dafür überraschte Red Bull mit dem Russen Daniil Kwjat und Vorjahressieger Daniel Ricciardo auf den Plätzen zwei und drei. Allerdings löste sich der Motor des Australiers später in Rauch auf. "Dass Red Bull hier stark ist, habe ich erwartet. Lewis hat aber einen klaren Vorsprung, das Ergebnis ist für mich immer noch eine Normalsituation", sagte Mercedes-Aufsichtsratsboss Niki Lauda bei Sky.

Räikkönen vor Vettel

Der in der Kritik stehende Räikkönen lag am Ende mit komplettem Auto am Nachmittag als Fünfter immerhin eine gute halbe Sekunde vor Vettel. Der Heppenheimer leistete sich gleich zwei Dreher und kam überhaupt nicht richtig in Schwung.

Hamilton hat in der WM-Wertung nach neun von 19 Saisonrennen 17 Punkte Vorsprung auf seinen Mercedes-Kollegen Rosberg (194:177). Vettel liegt als Dritter bei 135 Punkten.

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