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München - Lewis Hamilton ist der große Favorit in Ungarn und kann Michael Schumacher endgültig überflügeln. Teamkollege Nico Rosberg lässt eine nett verpackte Kampfansage verlauten.

Knapp eine Woche prangt das Symbol der Stärke jetzt auf dem Körper von Lewis Hamilton.

Ein mächtiger und gefährlich anmutender Löwe ziert die Brust des amtierenden Weltmeisters. "Der afrikanische Löwe symbolisiert die Beherrschung seiner Emotionen. Der afrikanische Löwe brüllt ohne Furcht und das Brüllen hört man über Kilometer", beschrieb Hamilton sein neuestes Tattoo.

Der König der Tiere also als Sinnbild für den Mann im Fahrerfeld, der sich in Ungarn (1. Freies Training ab 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) anschickt, dem WM-Kampf eine möglicherweise vorentscheidende Richtung zu geben.

Hamilton im Vorteil

Nachdem Hamilton die Saison zu Beginn des Jahres noch klar dominierte und drei der ersten vier Rennen gewann, drehte Teamkollege Nico Rosberg zuletzt auf. Seit Rosbergs Sieg in Barcelona befanden sich die beiden Silberpfeil-Piloten nahezu auf Augenhöhe.

Doch zuletzt in Silverstone hat Hamilton mit seinem souveränen Sieg vor heimischem Publikum ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Vorsprung in der Fahrer-WM beträgt wieder 17 Punkte. (Der Stand in der Fahrerwertung)

Am Wochenende bietet sich Hamilton die große Chance, auf einer seiner Paradestrecken einen weiteren großen Schritt in Richtung Titelverteidigung zu machen.

Schumachers Marke wackelt

"Ungarn ist ein wundervoller Ort und gehört zu meinen Favoriten", erklärte der Brite im Vorfeld. Kein Wunder, ist er doch mit vier Erfolgen gemeinsam mit Michael Schumacher Rekordsieger auf dem Hungaroring.

Dazu stand er schon vier Mal auf der Pole Position. Aufgrund der wenigen Überholmöglichkeiten in Budapest ein nicht zu vernachlässigendes Detail.

Rosbergs schwarze Serie

Im letzten Jahr stand ausgerechnet Rosberg in der Startaufstellung ganz vorne, mit einem Sieg wurde es aber nichts. Im Gegenteil.

Obwohl Hamilton aus der Box startete, sah er die Zielflagge als Dritter früher als sein Teamkollege. Nicht die erste Enttäuschung für den erfolgsverwöhnten Rosberg in der Stadt der Bäder. Noch nie stand er in Ungarn auf dem Podium.

Showdown vor der Sommerpause

Doch das wird sich nach Rosbergs eigener Aussage auf jeden Fall ändern. "Ich glaube, Rosberg wird dominieren. Er macht einen sehr starken Eindruck", sagte der Wahl-Monegasse zuletzt mit einem Lächeln im Gesicht.

Im Kampf um den WM-Titel könnte alles andere als ein Sieg angesichts der anstehenden Sommerpause auch schon zu wenig sein.

Im vergangenen Jahr ging Rosberg noch mit einem Polster von elf Punkten in den Urlaub. Dieses Mal könnte er einen gewaltigen Rückstand mit in die Pause nehmen. (Der Stand in der Konstrukteurswertung)

Ein immenser psychologischer Nachteil vor dem Rennen, das in den Augen vieler in der vergangenen Saison das Titelrennen zugunsten des Briten entschied: dem Großen Preis von Belgien.

Belgien als Knackpunkt

Dort eskalierte der Zoff zwischen den beiden Mercedes-Piloten nachdem Rosberg Hamilton den Reifen aufgeschlitzt hatte.

Die Folge: Der Deutsche wurde vom Team öffentlich zurückgepfiffen, musste sich entschuldigen und verlor das womöglich entscheidende Quäntchen Selbstvertrauen. Zu ängstlich agierte er im Anschluss im Saisonendspurt.

Eine Angst, die der afrikanische Löwe nicht kennt.

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