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Nico Rosberg musste mit einem alten Motor fahren
Nico Rosberg musste mit einem alten Motor fahren © Getty Images

Nico Rosberg muss vor dem Qualifying in Monza Motoren tauschen und zeigt sich danach ernüchtert. Bei Ferrari ist die Stimmung nach Platz zwei und drei dagegen bestens.

Für Nico Rosberg ist das Qualifying von Monza alles andere als gut gelaufen. Im Mercedes des Deutschen musste wegen technischer Probleme der Motor getauscht werden.

Rosberg fuhr dann mit dem Aggregat, das schon im letzten Rennen in Spa im Einsatz war, nur auf Platz vier. Eine Strafe droht Rosberg für den Motortausch zwar nicht, da dieser ohnehin schon im Pool der verwendeten Motoren war.

Einen Nachteil stellt der kurzfristige Umbau aber schon dar: Mercedes wollte gerade auf der Highspeed-Strecke von Monza einen leistungsstärkeren Motor einsetzen.

Wolff: "Natürlich nicht gut"

Rosberg zeigte sich nach dem Qualifying auch ernüchtert: "Es ist ein sehr alter Motor, der hat schon reichlich Kilometer auf dem Buckel. Der vierte Platz ist sehr enttäuschend. Und der Motor bleibt ja der gleiche. Dass ich auf einer absoluten Motorstrecke jetzt den ältesten Antrieb drin habe, ist sehr unglücklich", sagte Rosberg bei RTL.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erklärte bei Sky: "Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist. Wir hatten - wie es aussieht - einen Motorschaden beim Reinrollen. Wir haben auch auf den Daten nichts gesehen. Wir mussten ihm den alten Motor einbauen, einen Motor, der jetzt das sechste Rennen läuft. Das ist natürlich nicht gut."

Im Ferrari-Lager ist man dagegen zufrieden: Im Rennen (So., ab 13.45 Uhr im LIVETICKER) starten Kimi Räikkönen von Platz zwei und Sebastian Vettel von Rang drei.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Monza zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1:

"Das Auto läuft das ganze Wochenende schon perfekt. Meine Runde war gut, aber meine Pole-Runde in Belgien war besser. Besonders happy bin ich mit unserem neuen Motor, den wir vor allem im Hinblick auf die Standfestigkeit verbessert haben. Generell finde ich die Pole immer wichtig, ich selber hatte hier in Italien auch schon ein paar Bestzeiten. Aber meine Starts waren nicht immer die besten. Wichtig ist, dass ich beim Start gut wegkommen, aber auch dann bin ich durchaus angreifbar - denn die Anfahrt zur ersten Kurve ist recht lang."

Sebastian Vettel (Ferrari), Starplatz 3:

"Zuerst einmal ist das ein fantastisches Ergebnis für das ganze Team, nicht nur die Startplätze zwei und drei, sondern auch die Tatsache, dass wir sehr nah an Lewis Hamilton dran waren. Es ist wirklich sehr speziell, hier im Ferrari unterwegs zu sein. Man kriegt den Jubel auf den Rängen und all die Fahnen mit. Die Leute flippen aus, springen auf und ab - es ist verrückt und auch eine neue Erfahrung. Ich werde das auch morgen genießen und es wäre traumhaft, wenn wir morgen beide aufs Treppchen steigen."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 2:

"Wir haben uns heute selber ein wenig überrascht. Wir hatten ein starkes Wochenende erwartet, aber nicht unbedingt eine so gute Leistung, denn Monza ist auf den Ferrari nicht zugeschnitten. Wir haben jetzt das beste Team-Quali der ganzen Saison gefahren, und das haben wir ausgerechnet vor den Tifosi geschafft, das freut mich. Jetzt wollen wir morgen mit einem guten Rennergebnis nachlegen. Normalerweise sind wir in den Rennen stärker als im Training."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef):

"Die große Überraschung war die Performance von Ferrari. Sie kamen auf einen sehr guten Topspeed und die Verbesserung an ihrem Motor hat sich gezeigt. Das war sehr interessant und überraschend. Es ist beeindruckend, was sie mit ihrem Motor machen konnten."

Nico Hülkenberg (Force India), Starplatz 9:

"Es hätte mehr sein können. Ich hatte nicht genug Benzin im Auto. Menschen machen Fehler. Manchmal der Fahrer, manchmal der Ingenieur. Das Getriebe ist auch zwischen zwei Gängen stecken geblieben. Ich hatte nicht den besten Run, der für die Startposition entscheidend gewesen wäre."

Jenson Button (McLaren-Honda), Startplatz 15:

"Im zweiten Versuch hatte ich sogar Windschatten, aber selbst damit konnten wir uns nicht für Q2 qualifizieren. Uns fehlen 0,3 Sekunden auf die Autos vor uns. Das ist zu viel."

Roman Grosjean (Lotus), Startplatz 8:

"Es ist ja positiv, wenn du sagen kannst, dass du enttäuscht bist, wenn du das Qualifying auf Platz acht abgeschlossen hast. Das Top-Ten-Qualifying lief nicht perfekt und wir müssen nun herausfinden, warum mir das Tempo fehlte, um weiter vorne zu stehen."

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