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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (r.) musste Lewis Hamilton (l.) in Suzuka den Vortritt lassen
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (r.) musste Lewis Hamilton (l.) in Suzuka den Vortritt lassen © Getty Images

Die Gazetten erkennen die Überlegenheit von Lewis Hamilton an. Sebastian Vettels Teamkollege wird scharf kritisiert. England vergleicht Hamilton mit Senna. Pressestimmen.

Mit dem Sieg in Suzuka hat Lewis Hamilton einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. (DATENCENTER: Fahrerwertung)

Das sehen auch die Gazetten in Italien so, die die Überlegenheit des Weltmeisters im Mercedes neidlos anerkennen. So schreibt die Gazzetta dello Sport: "Hamilton wie Senna. Kaltblütig und ohne Barmherzigkeit für die Rivalen."

Auch die englischen Zeitungen feiern ihren Weltmeister. Besonders Hamiltons knallhartes Manöver gegen Teamkollege Nico Rosberg nach dem Start begeistert die Daily Mail: "Die erste Runde hat die gesamte Saison zusammengefasst."

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum Grand Prix von Suzuka zusammen.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Hamilton wie Senna. Kaltblütig und ohne Barmherzigkeit für die Rivalen wie Senna und wie nur die wahren Talente sein können. Hamilton zwingt Rosberg zum Verzicht auf jegliche Ambition. Ab diesem Moment kontrolliert er das Rennen dank eines Mercedes, der wieder das Auto ist, das wir vor Singapur kannten. Vettel gibt sein Bestes, doch gegen Hamilton kann er nicht viel mehr leisten."

Corriere dello Sport: "Hamilton schafft Leere um sich und feiert die Revanche. Der Status Quo ist wieder hergestellt. Schade, dass Vettel den zweiten Platz beim zweiten Boxenstopp verloren hat. Jedenfalls zeigt Ferrari, dass das Auto schneller geworden ist."

La Repubblica: "Hamilton erreicht Senna, Ferrari kehrt auf die Erde zurück. Game over. Hamilton hat keinerlei Absicht, diese Weltmeisterschaft offen zu halten. Das hat er in Suzuka klar bewiesen. In wenigen Metern hat er seinen Teamkollegen Rosberg außer Betrieb gesetzt. Hamilton feiert einen perfekten Sonntag, an dem er die Zahl der Erfolge seines Idols Senna erreicht hat."

La Stampa: "Hamilton wie der Mythos Senna. Den WM-Titel hat er bereits in der Tasche. Schon in der zweiten Kurve begreift man, dass Hamilton der klare Sieger sein wird. Wahre Meister sind so: Eine Aktion, und sie bestimmen das Ergebnis. Auch Vettel muss kapitulieren. Er versucht sich mit allen Mitteln durchzusetzen, doch am Schluss ist er über seinen dritten Platz glücklich und meldet sich für die Herausforderung im nächsten Jahr."

Corriere della Sera: "Hamilton segelt in Richtung WM-Titel. Vettel kämpft wie er kann und versucht, das Niveau des Rennens zu steigern. Im Gegensatz zum Teamkollegen Räikkönen, der schon seit längerer Zeit nicht mehr seinem alten Ruf entspricht. Räikkönen scheint die Lust und die Fähigkeit verloren haben, uns zu überraschen."

SPANIEN

Marca: "Hamilton revanchiert sich in Suzuka. Lewis Hamilton erobert den Grand Prix von Japan vor Rosberg und Vettel. Carlos Sainz holt als Zehnter einen Punkt, während Alonso Elfter wird. Unbestreitbarer Hamilton-Sieg vor Rosberg und Vettel. Vettels Ferrari war nicht in der Lage, dem Rhythmus der Silberpfeile entgegenzuwirken. Hamilton fuhr widerstandslos seinen 41.Sieg ein. Der Sieg war Balsam für Mercedes nach der Aufgabe Hamiltons und dem vierten Platz von Rosberg vor einer Woche in Marina Bay."

As: "Sieg für Hamilton bei einem weiteren Desaster von McLaren-Honda. Triumph für den Briten, der seine Führung ausbaut bei einem neuen Doppelsieg von Mercedes. Sainz punktet als Zehnter, und Alonso endet als Elfter. Es gibt wenig zu erzählen. Lewis Hamilton war wieder Hamilton, und sein Mercedes das Vorzeigeauto. Vettel wird Dritter, wieder ein Podiumsplatz für den Deutschen . Hamilton startete sehr gut, schob dabei Rosberg beiseite. Hamilton zieht mit 41 Siegen mit Senna gleich."

Sport: "Hamilton macht die Zweifel platt. Lewis Hamilton holt den achten Saisonsieg, nachdem er den Großen Preis von Japan mit Autorität dominiert hat. Carlos Sainz wird Zehnter und Alonso Elfter. Hamilton macht einen Riesenschritt Richtung seines dritten WM-Titels. Mercedes beerdigt definitiv die Zweifel nach dem Leistungsabfall in Singapur. Vettel ist immer da, um seine Chance zu nutzen. Nico Rosberg wird von einem aggressiveren und ambitionierteren Hamilton geschlagen."

El Mundo Deportivo: "Lewis Hamilton dominiert in Suzuka. Er führte bereits beim Start und kontrollierte genüsslich das Rennen. Rosberg und Vettel begleiten ihn auf das Podium. Carlos Sainz endet als Zehnter, und Alonso verpasst als Elfter die Punkte. Hamilton stellt mit Nummer 41 die WM-Siege von Ayrton Senna ein. Rosberg musste schwitzen, um an Bottas vorbeizuziehen. Sebastian Vettel machte einen großen Start ins Rennen. Hamilton zog sein Ding im Alleingang durch."

ENGLAND

The Guardian: "Lewis Hamilton hat seine Dominanz in der Formel 1 mit seinem achten Saisonsieg zurückerobert. Nachdem er zuletzt zweimal die Pole Position verpasst hatte und den Sieg in Singapur Sebastian Vettel überlassen musste, stellte Hamilton seine Autorität mit seinem 41. Sieg wieder her, der ihn an die Seite seines Idols Ayrton Senna brachte."

The Telegraph: "Lewis Hamilton erreicht Ayrton Sennas Marke von 41 Siegen und zieht mit seinem Idol auch in Sachen Wildheit bei Rad-an-Rad-Duellen gleich. In der ersten Runde schiebt er seinen Teamkollegen Nico Rosberg ohne Reue von der Strecke."

Daily Mail: "Die Leichtigkeit, mit der Lewis Hamilton Nico Rosberg aus dem Weg räumte, demonstrierte die klare Überlegenheit gegenüber seinem Teamkollegen. Die erste Runde hat die gesamte Saison zusammengefasst."

ÖSTERREICH

Kronenzeitung: "Der Grand Prix von Singapur ist offensichtlich nur ein Ausrutscher gewesen, in Japan hat das zuletzt enttäuschende Silberpfeil-Imperium zurückgeschlagen. Der britische Weltmeister Lewis Hamilton feierte beim Formel-1-Klassiker in Suzuka einen eindrucksvollen De-facto-Start-Ziel-Sieg vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg und dessen Landsmann Sebastian Vettel auf Ferrari."

SCHWEIZ

Blick: "Vettel duscht Hamilton auf dem Podest mit Champagner. Eine symbolische Geste: Lewis wird Weltmeister - und Ferrari muss warten!"

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