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Sebastian Vettel startet von Platz drei
Sebastian Vettel startet von Platz drei © Getty Images

Lewis Hamilton sichert sich in Monza die Pole Position vor den Ferraris Sebastian Vettel und Kimi Räikönnen. Hamiltons Mercedes-Kollege Nico Rosberg wird Vierter.

Schnell, schneller, Lewis Hamilton: Der Weltmeister hat sich auch beim Qualifying im königlichen Park von Monza die Krone aufgesetzt.

Damit steht der Engländer am Sonntag beim Großen Preis von Italien (So., ab 13.45 Uhr im LIVETICKER) im zwölften Rennen der Saison bereits zum elften Mal auf der Pole Position.

Doch Ferrari schaffte es, das Mercedes-Duo Hamilton und Nico Rosberg zu sprengen.

Vettel: "Fantastisches Resultat"

Sebastian Vettel (1:23,685) musste sich bei seinem ersten Heimspiel im Ferrari-Land nicht nur Hamilton (1:23,397), sondern auch seinem zweitplatzierten Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland/1:23,631) geschlagen geben und belegte Rang drei. "Ferrari war nah dran, es war ein guter Kampf", sagte Hamilton: "Ich bin sehr glücklich."

Bei der Scuderia herrschte eitel Sonnenschein. "Ein fantastisches Resultat, wir sind sehr nahe an Lewis dran", sagte Vettel: "Es ist schon etwas Besonderes, hier für Ferrari zu fahren. Wenn wir im Rennen vor Lewis landen würden, wäre das ein Traum."

Auch der finnische Ex-Weltmeister strahlte: "Wir haben uns selbst ein bisschen überrascht", so Räikkönen: "Das war das beste Qualifying für uns als Team in diesem Jahr."

Rosberg muss Motor tauschen

Der gehandicapte Vize-Weltmeister Nico Rosberg (1:23, 703) kassierte im Titelkampf mit Rang vier einen weiteren Dämpfer.

Rosberg ereilte kurz vor Beginn des Qualifyings eine schlechte Nachricht. Weil Probleme an der neuen Power-Unit aufgetreten waren, schickte Mercedes den 30-Jährigen mit der Maschine aus dem Rennen in Belgien auf die Strecke.

Damit fehlten dem frischgebackenen Vater die neuesten Upgrades und letztlich auch die entsprechende Leistung.

"Es ist ein sehr alter Motor, der hat schon reichlich Kilometer auf dem Buckel. Der vierte Platz ist sehr enttäuschend. Und der Motor bleibt ja der gleiche. Dass ich auf einer absoluten Motorstrecke jetzt den ältesten Antrieb drin habe, ist sehr unglücklich", sagte Rosberg bei RTL.

Hülkenberg bleibt liegen

Ferrari nutzte diese Chance und brach mit beiden Autos in die silberne Phalanx ein.

Allerdings spielte Hamilton wie schon am gesamten Wochenende in einer eigenen Liga und war auch für die Scuderia nicht zu knacken.

Le-Mans-Gewinner Nico Hülkenberg (1:25,317), der unter der Woche seinen Vertrag bei Force India bis 2017 verlängert hatte, landete auf Rang neun, musste aber seinen Boliden vorzeitig
abstellen.

"Es wurde schlicht zu wenig getankt, da bin ich trockengelaufen, das hat uns das Q3 versaut. Es wäre mit Sicherheit eine bessere Position drin gewesen", so Hülkenberg.

Probleme bei Verstappen

Nach dem Strafenfestival von Spa, als allein die McLaren-Honda-Piloten Fernando Alonso (Spanien) und Jenson Button (England) zusammen auf 105 Plätze kamen, ging der Irrsinn in Monza weiter. Diesmal setzte Red Bull die Bestmarke, zusammen setzte es 80 Plätze Strafversetzung für Daniel Ricciardo (Australien) und Daniil Kwjat (Russland) für diverse Motorenwechsel.

Youngster Max Verstappen (Niederlande), der ebenfalls mit einem neuen Motor unterwegs war, flog auf seiner einzigen schnellen Runde die komplette Motorabdeckung vom Boliden. Er flog damit ebenso wie beide McLaren bereits im Q1 raus.

In der WM-Wertung hat Hamilton 28 Punkte Vorsprung auf Rosberg (227:199). Der zweimalige Saisonsieger Vettel liegt mit 160 Zählern auf Rang drei.

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