vergrößernverkleinern
Jenson Button fährt fast 16 Jahre in der Formel 1
Jenson Button fährt fast 16 Jahre in der Formel 1 © Getty Images

Dem Champion von 2009 ist im hoffnungslos unterlegenen McLaren der Spaß abhanden gekommen. Am Wochenende in Suzuka wird er wohl seinen Rücktritt erklären.

Der Rücktritt des ehemaligen Weltmeisters Jenson Button zum Saisonende wird immer wahrscheinlicher.

Nachdem mehrere britische Medien berichtet hatten, dass der McLaren-Pilot nach fast 16 Jahren die Nase voll vom PS-Zirkus hat, lassen die jüngsten Äußerungen des 35-Jährigen wenig Raum für Spekulationen. Button soll seinen Rückzug schon an diesem Wochenende beim Großen Preis von Japan in Suzuka verkünden.

"Mein Kopf weiß es, aber mein Mund und meine Zunge wissen es noch nicht", sagte Button dem US-Fernsehsender ESPN: "Man hat im Auto nur Spaß, wenn man an der Spitze mitkämpfen kann, denn dann hat man das Gefühl, dass man etwas erreicht. Die Freude kommt vom Wettkampf."

Im hoffnungslos unterlegenen McLaren-Honda ist Button der Spaß in diesem Jahr wohl endgültig abhanden gekommen.

"Wenn man am Ende des Feldes fährt, fährt man zwar ein F1-Auto, man kann aber auch leicht Spaß daran haben, ein anderes Auto zu fahren", sagte der britische Champion von 2009: "Es geht darum, an der Spitze zu kämpfen. Es geht darum, die Möglichkeit zu haben, auf dem Podium zu stehen. Das ist der Spaß an der Formel 1."

Mit mickrigen sechs Punkten ist Button aktuell nur 18. der Fahrerwertung, in 13 Rennen schaffte er es wegen verschiedener technischer Probleme sechsmal gar nicht erst ins Ziel.

Damit könnte seine einst so glanzvolle Karriere unrühmlich enden. Immerhin gewann er 15 seiner bisherigen 278 Rennen und ist einer der letzten echten Typen der Königsklasse des Motorsports.

Button begann seiner Laufbahn im Jahr 2000 bei Williams und wechselte nach einigen weiteren Stationen im Anschluss an seinen WM-Triumph vor fünf Jahren zu McLaren.

50-mal stand er insgesamt auf dem Podium, fuhr achtmal auf die Pole Position.

Dass er sein Karriereende ausgerechnet in Japan verkünden soll, hat einen Grund.

Seine Bindung zum Land in Fernost ist groß, Ehefrau Jessica Michibata ist Halb-Japanerin und Button selbst sieht den Grand Prix als sein zweites Heimrennen.

Nach seiner Zeit im Cockpit könnte der begeisterte Triathlet künftig als TV-Experte beim britischen Fernsehen einsteigen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel