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Bernie Ecclestone kritisiert Lewis Hamilton
Bernie Ecclestone (r.) ist Geschäftsführer der Formula One Group © Getty Images

München - Früher lobte Bernie Ecclestone Lewis Hamilton noch für die Auftritte im Boulevard. Jetzt tritt der Formel-1-Boss auf die Bremse: Die Schlagzeilen nehmen Überhand.

Im Frühjahr lobte Bernie Ecclestone Weltmeister Lewis Hamilton noch für dessen Auftritte auf dem Roten Teppich. Jetzt tritt der Formel-1-Boss allerdings auf die Bremse: Die Schlagzeilen um den Mercedes-Piloten nehmen Überhand.

"Lewis hat es in den vergangenen Monaten vielleicht etwas übertrieben", sagte Ecclestone vor dem Rennen in Monza zur Bild am Sonntag. Der 84-Jährige reagierte damit auf die jüngsten Boulevard-Auftritte des Weltmeisters, der sich über seine Social-Media-Kanäle zuletzt immer häufiger als Party-Hengst und Bad Boy inszenierte.

Dirty Dancing mit Rihanna, ein Selfie mit Jack Nicholson, ein Bier auf Barbados, eine Zigarre auf dem Karneval, eine Angeber-Pose auf dem Privatjet: Etwas zu viel Selbstdarstellung für den Geschmack des Formel-1-Patrons.

"Da oben im Showhimmel, wo sich Hamilton gerade sieht - ich weiß nicht, ob das gut für ihn ist", sagt Ecclestone.

Kritik an Vettel "ungerecht"

Dabei hatte er erst im Frühjahr Sebastian Vettel für dessen fehlenden Glamour-Faktor kritisiert: "Er gehört leider zu den Fahrern, die glauben, es sei genug, in einem Rennauto herumzufahren. Ich sehe ihn nicht auf dem Roten Teppich", sagte Ecclestone damals.

Lewis Hamilton nannte er "den besten Weltmeister, den wir je hatten. Einer, der auch mal auf den Roten Teppich geht."

Nun rudert Ecclestone zurück: "Vielleicht war es ungerecht, Sebastian zu kritisieren. Er ist nämlich ein bisschen wie ich. Wir sind beide keine Rampensäue. Und die Leute fangen an, Sebastian dafür zu respektieren, dass er ist wie er ist."

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