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Sebastian Vettel will endlich seinen ersten WM-Titel mit Ferrari einfahren
Sebastian Vettel ist viermaliger Weltmeister © Getty Images

Die Gedanken von Sebastian Vettel sind nach dem Qualifying in Sotschi bei Carlos Sainz. Lewis Hamilton glaubt trotz verlorenen Kampfes um die Pole an den Sieg. Die Stimmen.

Nur Startplatz vier in Sotschi ist für Sebastian Vettel sicherlich kein Wunschergebnis - doch nach dem Qualifying zählten für den Ferrari-Piloten erst einmal andere Dinge: "Zunächst einmal ist wichtig, dass es dem Carlos (Sainz jr., Anm. d. Red.) gut geht. Der Rest ist halb so wild", sagte der viermalige Weltmeister.

Der Toro-Rosso-Pilot war mit über 300 Stundenkilometern in die Streckenbegrenzung gerast, ist dabei aber unverletzt geblieben und dürfte nach Auskunft der Rennärzte sogar am Rennen teilnehmen.

Die Mercedes-Dominanz in Sotschi hatte Vettel sowieso erwartet. Valtteri Bottas hätte er dagegen schon gerne hinter sich gelassen. Er ist jedoch zuversichtlich, den Williams-Piloten im Rennen vom dritten Podestplatz zu verdrängen.

Hamilton will am Start angreifen

Etwas überraschend hatte Pole-Setter Nico Rosberg im teaminternen Duell mit Lewis Hamiton stets klar die Nase vorn. "Nico war heute besser", fasste Mercedes-Teamchef Toto Wolff den Samstag knapp zusammen. WM-Leader Hamilton reagierte gelassen auf die Quali-Niederlage.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Sotschi zusammen:

Nico Rosberg (Mercedes), Startplatz 1:

"Es war ein guter Tag, obwohl ich beim Setup ein wenig raten musste, da wir am Wochenende bisher wenig fahren konnten. Im Qualifying habe ich richtig coole Runden hingelegt. Mit viel Sprit lag das Auto gut. Es wird ein spannendes Rennen, vor allem am Start wird es ein harter Kampf. Ich werde mir einen Plan für Kurve 1 zurechtlegen."

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 2:

"Ich hatte einen Fehler in Bereich Kurve 13 und musste abbrechen. Nico ist eine großartige Runde gelungen, während ich mit der Balance nicht zufrieden war. Die Doppel-Pole ist toll für das Team. Wie man letztes Jahr gesehen hat, muss Startposition zwei nicht das Schlechteste sein. Bis in Kurve 1 ist es ein langer, langer Weg. Vermutlich einer der längsten des gesamten Jahres, also sollte das schon einmal eine Möglichkeit ergeben."

Valtteri Bottas (Williams), Startplatz 3:

"Wir sehen sehr konkurrenzfähig aus, Platz drei ist nicht so übel. Das war für alle ein sehr schwieriges Wochenende. Aber ich glaube, dass wir es geschafft haben, im dritten Freien Training die Gegebenheiten gut zu nutzen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 4:

"Zunächst einmal ist wichtig, dass es dem Carlos (Sainz jr., Anm. d. Red.) gut geht. Der Rest ist halb so wild. Dass Mercedes vorne sein würde, war klar. Williams war im letzten Jahr hier schon sehr stark. Allen in allem war der dritte Platz möglich, wenn alles gepasst hätte. Aber im Rennen können wir auf jeden Fall ums Podium mitkämpfen. Für Mercedes wird es eng, aber wir werden alles probieren."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 5:

"Bei meinem letzten Versuch in Q3 hatte ich nicht genug Zeit für mehr als eine Runde. Der Start war okay, aber dann bin ich hinausgetragen worden und habe viel Zeit verloren. Ich bin sicher, dass sich die Rundenzeiten verändern werden, wenn die Reifen genauso funktionieren wie wir wollen. Und als sie funktionierten, da war das Handling des Autos ziemlich gut."

Niko Hülkenberg (Force India), Startplatz 6:

"Das war heute das Maximum. Wenn man schaut, wer vor uns steht, dann sind es nur die großen Teams und großen Namen. Wir müssen es in Punkte ummünzen. Wenn wir Sechster werden, hätten wir das Maximum herausgeholt."

Fernando Alonso (Mercedes), Startplatz 17:

"Wir sind eh hinten, von daher ist es ein Vorteil, dass wir nicht viele Kilometer aufs Auto bringen. Wir müssen sehen, was wir morgen erreichen können. Aber wir schauen schon auf das kommende Jahr und müssen lernen."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Es war eine wirklich gute Session. Wir sind sehr happy. Nico war heute besser. Er war schon im 3. Freien Training richtig gut unterwegs und auch in jeder Session um den Tick schneller. Was die Reifen angeht, gibt es bezüglich der Haltbarkeit im Rennen bei uns immer noch ein großes Fragezeichen. Der Reifenabbau wird das Thema morgen sein."

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