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Nur selten auf Augenhöhe: Felipe Massa (r.) im Williams und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton © Getty Images

Williams fühlt sich von Mercedes bei der Motorenentwicklung übergangen. Auch Force India stichelt. Mercedes begründet seine Haltung nicht nur mit logistischen Problemen.

Mercedes hat sich den Unmut der Kundenteams zugezogen.

Williams und Force India fühlen sich benachteiligt, weil sie in der zweiten Saisonhälfte nicht mit dem aktuellen Motor des alten und neuen Weltmeister-Teams versorgt werden.

Die Silberpfeile sind seit dem Großen Preis in Italien mit einer vollkommen neuen Ausbaustufe unterwegs, mit dem sie bislang drei von vier Rennen gewonnen haben.

Spanish F1 Grand Prix - Practice
Rob Smedley ist seit 2014 Chefingenieur bei Williams © Getty Images

"Wir wären nicht in eine Saison gegangen mit dem Wissen, dass wir nicht immer den gleichen Motor wie das Werksteam haben", sagte Williams-Chefingenieur Rob Smedley am Rande des Russland-GP in Sotschi: "Es wäre ja doof von mir, wenn ich hier sitzen und sagen würde, dass das Teil des Plans gewesen sei."

Auch bei Force India wird Kritik laut, wenn auch etwas diplomatischer verpackt. "Es wäre schön, wenn wir den vollen Vorteil unseres Entwicklungsbeitrages bekommen würden", sagte Co-Teamchef Robert Firmley und bezog sich damit auf Zahlungen seines Teams an Mercedes.

Mercedes wiederum wehrt sich gegen die Vorwürfe und führt logistische Gründe dafür an. Außerdem beharrt man darauf, dass es sich bei der aktuellen Version lediglich um ein Experiment handelt.

"Wir haben uns entschieden, eine Richtung auszuprobieren, die wir für das kommende Jahr für vorteilhaft halten. Aber da sind wir nicht zu 100 Prozent sicher", wird Motorsportchef Toto Wolff bei Motorsport-Total.com zitiert.

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