vergrößernverkleinern
F1 Grand Prix of Russia - Practice
Christian Horner (r.) feierte als Teamchef von Red Bull vier Konstrukteurs-Titel in Folge © Getty Images

Nach den Absagen von Mercedes und Ferrari droht auch die Rückkehr zu Renault zu scheitern. Motorenchef Cyril Abiteboul hat die Demütigungen noch nicht vergessen.

Im verzweifelten Bestreben um einen Verbleib in der Formel 1 hat sich Red Bull die nächste Abfuhr abgeholt.

Nach den gescheiterten Gesprächen mit Mercedes und Ferrari über eine Motorenpartnerschaft ist nun offenbar auch eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Renault in weite Ferne gerückt.

"Wenn man sich anschaut, wie wir behandelt wurden, werde ich es dem Vorstand nur sehr schwer verkaufen können, dass wir etwas anderes machen als bislang geplant", reagierte Renault-Motorenchef Cyril Abiteboul im Fachmagazin Autosport auf die neuen Avancen von Red Bull.

Diese Aussage ist nicht überraschend angesichts der schweren Vorwürfe und Beleidigungen, die die Franzosen in den vergangenen Monaten über sich haben ergehen lassen müssen. Beide Seiten bestätigten in der Folge die bevorstehende Trennung trotz gültigen Vertrages bis 2016.

Doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte am Rande des Russland-GP in Sotschi eine weitere Kooperation mit Renault nicht mehr ausgeschlossen. "Offiziell ist ja noch nichts beendet", sagte der Brite bei Sky Sports F1.

Sollten Red Bull und das Schwesterteam Toro Rosso aus der Formel 1 ausscheiden, wäre nicht nur die Zukunft der Piloten in der Königsklasse offen. Es stünden auch 1200 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz scheint jedoch andere Prioritäten zu setzen. Er hatte zuletzt klargestellt, dass er seine Teams nur mit "konkurrenzfähigen Motoren" erhalten werde. Dazu dürfte Renault auch im kommenden Jahr noch nicht wieder gehören.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel