vergrößernverkleinern
AUTO-PRIX-JPN-F1
Sebastian Vettel gewann vier WM-Titel mit Red Bull © Getty Images

Sebastian Vettel bezeichnet das drohende Aus für sein ehemaliges Team als unvorstellbar. Indes spricht Red-Bull-Boss Mateschitz erstmals von einer Frist in der Motorenfrage.

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel sähe im möglichen Rückzug seines früheren Teams Red Bull Racing einen "großen Verlust" für die Formel 1.

"Das wäre ein großer Schock", sagte der Ferrari-Pilot vor dem Großen Preis von Russland (Training Fr. ab 8 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) in Sotschi: "Ich habe sicher mit die stärkste Verbindung zu ihnen, ich kenne das Team sehr gut. Ich kann es mir eigentlich gar nicht vorstellen."

Red Bull hat noch keinen Motorenpartner für die Saison 2016, die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Ausrüster Renault wird aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit beendet. Die Suche nach einem konkurrenzfähigen Antrieb gestaltet sich schwierig. Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz hatte daher zuletzt häufiger auf die Möglichkeit eines Ausstiegs hingewiesen.

Im Gespräch mit dem Fachportal Speedweek.com nannte er nun erstmals eine Frist. "Irgendwann Ende Oktober", so der 71-Jährige müsse ein Motorenvertrag abgeschlossen werden, sonst würde die Zeit zur Entwicklung des Autos für 2016 zu knapp. Vor allem das Ausbildungsteam Toro Rosso bekäme dann angesichts der deutlich geringeren Ressourcen Probleme.

Widersprüchliche Aussagen zum Stand der Verhandlungen mit Mercedes hatten in den vergangenen Tagen für Verwirrung gesorgt. Am Montag berichtete Red-Bull-Teamchef Christian Horner zunächst von laufenden Verhandlungen, wenig später widersprach Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff jedoch deutlich. Alle Gespräche seien "im September gestoppt" worden.

Ferrari bietet zudem lediglich 2015er-Motoren an, um den Konkurrenten nicht zu stärken. "Das ist keine einfache Entscheidung", sagte Vettel zu diesem Thema: "Ich bin froh, dass ich nur der Kutscher bin und sie nicht treffen muss."

Red Bull will sich mit einer Kompromisslösung aber weiterhin nicht abfinden. "Die Voraussetzung für das Weitermachen sind konkurrenzfähige Motoren", sagte Mateschitz.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel