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Formel 1
Die FIA will die Machtposition der großen Hersteller Mercedes und Ferrari schwächen © Getty Images

Der Automobil-Weltverband macht bei der Suche einer Lösung in der Motorenkrise ernst und startet die offizielle Ausschreibung eines alternativen Antriebs.

Der Automobil-Weltverband FIA macht auf der Suche nach Lösungen der Motorenkrise in der Formel 1 ernst und will die Machtposition der großen Hersteller Mercedes und Ferrari schwächen.

Vor dem Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 17 Uhr im LIVETICKER) startete die FIA die offizielle Ausschreibung für den geplanten Alternativ-Antrieb, der ab der Saison 2017 zum Einsatz kommen soll.

Damit sollen, auch unterstützt von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, die von den Werken unabhängigen Teams in die Lage versetzt werden, ihre Kosten deutlich zurückzufahren. Seit der Einführung der rund 20 Millionen Euro teuren Turbo-Hybridmotoren zum Saisonstart 2014 hatten sich die finanziellen Probleme zahlreicher Rennställe dramatisch verschärft.

"Die FIA möchte nun Kandidaten identifizieren, die Interesse an der Rolle als exklusiver Lieferant des Alternativmotors haben", schrieb der Weltverband, es handele sich zunächst um die Jahre 2017 bis 2019. Die Kandidaten müssen bis zum 23. November ihr Interesse formal bekunden.

Damit schreiben FIA und Ecclestone das nächste Kapitel im Ringen mit den Topteams um eine Kostenreduzierung. Jüngste Vorschläge zur Deckelung der Kosten für Kundenmotoren waren am Veto von Ferrari gescheitert. Seit Wochen sorgt zudem der Streit zwischen Red Bull und den großen Herstellern für Aufsehen, Mercedes und Ferrari wollen den Konkurrenten nicht mit einem Rennmotor ausstatten.

Red Bull scheint nun doch seine Arbeit mit Renault fortzusetzen, um weiter in der Formel 1 antreten zu können. Der neue FIA-Motor soll dem Vernehmen nach ein 2,2-Liter-Bi-Turbo mit sechs Zylindern sein, der nur rund ein Drittel der aktuellen Hybrid-Motoren kostet.

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