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Bernie Ecclestonehat Zweifel an Rennen in Deutschland
Bernie Ecclestone schließt einen WM-Lauf am Nürburgring für 2017 praktisch aus © Getty Images

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone macht den deutschen Motorsportfans weiterhin wenig Hoffnung auf eine Rückkehr der Königsklasse auf den Nürburgring.

Nach der Absage des Rennens in der abgelaufenen Saison schließt der 85-Jährige auch für 2017 einen WM-Lauf praktisch aus. "Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Wir können sicher sagen, dass dort kein Rennen stattfinden wird", sagte der Brite bei Motorsport-Magazin.com.

Der für vergangenen Juli angesetzte Große Preis in der Eifel war gestrichen worden, nachdem Ecclestone und die Betreiber sich nicht auf einen Vertrag hatten einigen können. Im kommenden Jahr findet das Deutschland-Rennen auf dem Hockenheimring statt, auch hier leiden die Betreiber unter hohen Antrittsgagen und schwindendem Zuschauerinteresse.

Die Situation ist dennoch eine andere, da Hockenheim einen Vertrag für die Jahre 2016 und 2018 besitzt. "Nächstes Jahr ist in Ordnung, da haben wir einen Vertrag", sagte auch Ecclestone: "Keinen besonders guten, aber wir haben einen."

Auch die aktuelle Betreibergesellschaft Capricorn Nürburgring GmbH hatte in diesem Jahr bereits große Zweifel über eine erneute Zusammenarbeit mit Ecclestone geäußert. Formel 1 in Deutschland sei "unter den jetzigen Rahmenbedingungen" schlicht nicht rentabel, sagte Geschäftsführer Carsten Schumacher.

Indes beteuerte Ecclestone, dass er im Rahmen des Insolvenzverfahrens des Nürburgrings vor gut zwei Jahren gerne selbst als Käufer aufgetreten wäre. Nach Meinung des Briten wäre dann alles anders gelaufen, letztlich erhielt allerdings Capricorn den Zuschlag.

"Als er zum Verkauf stand, habe ich zugestimmt, ihn zu kaufen. Sie kamen dann zurück zu mir und sagten, sie hätten ein Angebot, das eine Million oder vielleicht zwei höher wäre. Ich sagte: Ich habe nur ein Angebot gemacht, wenn jemand mehr zahlt, verkauft es denen", sagte Ecclestone: "Die Dummheit war: Sie haben wegen zwei Millionen jemanden verloren, der sichergestellt hätte, dass das Rennen dort für 100 Jahre gewesen wäre."

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