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Für Bernie Ecclestone ist Jean Todt zu demokratisch
Für Bernie Ecclestone ist Jean Todt zu demokratisch © Getty Images

Bernie Ecclestone bezeichnet Jean Todt im Kampf um neue Motoren in der Formel 1 als "sehr demokratisch". Der Engländer hält den FIA-Boss beim Thema für nicht hart genug.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht bei seinem Kampf um neue Motoren für die Königsklasse in Jean Todt keinen besonders mächtigen Verbündeten. Der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA sei im Ringen mit den Herstellern nicht hart genug.

"Das Problem mit Jean ist, dass er die Dinge gerne sehr demokratisch löst", sagte Ecclestone bei Sky. "Er will, dass jeder glücklich ist und dass jeder zustimmt", sagte der 85-Jährige über den Franzosen, der zudem die falschen Schwerpunkte setze: "Er hat viel mehr Interesse an Straßensicherheit als an der Formel 1. Vielleicht sollte er sich hier ein wenig zurückziehen und jemand anderem bei der FIA diese Dinge überlassen."

Immer wieder wurden in der Vergangenheit die höchst unterschiedlichen Schwerpunkte von Ecclestone und Todt offensichtlich, aktuell sind die beiden Schwergewichte aber zwangsweise aneinander gebunden. Der Weltrat der FIA stattete sie zuletzt mit einem Mandat aus, zu drängenden Problemen der Königsklasse Vorschläge zu erarbeiten und Entscheidungen zu treffen.

Zu diesen Problemen gehören etwa eine Kostenobergrenze und der Plan einer neuen Motorformel. Bis Ende Januar sollen Ecclestone und Todt ihre Vorschläge präsentieren. Der Brite hoffe, dass die Hersteller Mercedes, Ferrari, Renault und Honda diesen zustimmen, andernfalls will er Änderungen durchdrücken.

"Vielleicht muss die FIA das Reglement dann einfach vorschreiben", sagte Ecclestone. Wem es dann nicht gefalle, der könne auch aussteigen. Zweifel an dem Erfolg dieses Weges hege er allerdings wegen Todts mangelnder Härte.

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