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In England gab sich ein Hochstapler als Leiter des Formel-1-Teams von Mercedes aus
In England gab sich ein Hochstapler als Leiter des Formel-1-Teams von Mercedes aus © Getty Images

Ein Brite gibt sich als Leiter des Formel-1-Teams von Mercedes aus. In dieser Funktion kauft der Hochstapler Computer und Elektronik von über einer Million Euro ein.

In Großbritannien steht ein Mann vor Gericht, der sich als Leiter des Formel-1-Teams von Mercedes ausgegeben hat.

In dieser erfundenen Position bereicherte sich der Hochstapler mit dem Namen Stuart Howatson um rund 1,2 Millionen Euro. Er kaufte laut AP bei unterschiedlichen Firmen Computer- und Sicherheitssysteme und führte als angeblicher Leiter des Formel-1-Teams Hotelpersonal an der Nase herum.

Der 37-Jährige ist allerdings in Sachen Hochstapelei kein Unbekannter. 2010 saß der Mann für zwei Jahre im Knast, weil er eine Polizei-Karriere erfunden hatte und sich sogar als Sicherheitsmann der britischen Königin ausgab.

Im Jahr 2014 erschwindelte sich Howatson Essen und Unterkünfte im Wert von rund 3600 Euro. In zwölf Fällen bekannte er sich schuldig und wurde vor Kurzem verurteilt.

Im Verfahren um die Einkäufe als angeblicher Mercedes-Leiter ist der Angeklagte übrigens nicht im Gerichtssaal erschienen. Er musste wegen angeblicher Selbstmordgedanken ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der verantwortliche Richter Alan Parker scheint die Selbstmordtheorie allerdings nicht ganz zu glauben. "Gestern wirkte er noch so, als sei alles in Ordnung. Mit meinen aktuellen Wissensstand über ihn und seine Vergangenheit würde ich sagen, dass er versucht, dem Ergebnis zu entgehen", teilte Parker Howatsona Anwalt mit.

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