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Das neue Qualifying der Formel 1 scheitert noch an der fehlenden Software
Das neue Qualifying der Formel 1 scheitert noch an der fehlenden Software © Imago

Die Einführung des neuen Qualifyings in der Formel 1 verzögert sich, weil die Software-Entwicklung Zeit in Anspruch nimmt. Ecclestone ist ohnehin dagegen.

Das umstrittene neue Qualifying-Format in der Formel 1 wird laut Bernie Ecclestone frühestens beim spanischen Grand Prix Mitte Mai in Barcelona zum Einsatz kommen.

Die nötige Software zur Überwachung des geänderten Systems werde unmöglich früher fertig sein, sagte der Formel-1-Boss im Gespräch mit britischen Medien. Zudem stellte Ecclestone klar, dass das neue Format "nicht meine Idee war".

Die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission des Automobil-Weltverbandes FIA hatten am vergangenen Dienstag in Genf einstimmig die Einführung des neuen Modus zur Ermittlung der Startplätze beschlossen.

"Man muss umfangreich entwickeln"

Das neue Format wird im Stile eines Ausscheidungsrennens durchgeführt, in dem nach einer Einrollphase jeweils im 90-Sekunden-Takt der schwächste Fahrer fliegt. Wie bisher wird in drei Qualifikations-Abschnitten gefahren, der erste dauert 16, der zweite 15, der dritte 14 Minuten.

Im ersten Abschnitt, dem Q1, wird nach sieben Minuten der erste Fahrer abgewunken, danach ist die Session im 90-Sekunden-Takt bis zur karierten Flagge jeweils für den Langsamsten beendet.

Im Q2 beginnt dieser Vorgang nach sechs, im Q3 nach fünf Minuten. In den letzten 90 Sekunden des Q3 ermitteln die beiden schnellsten Fahrer dann in einer Art Finale die Pole Position.

"Man muss natürlich auch eine umfangreiche Software entwickeln, um unter anderem dem TV-Zuschauer das neue Reglement nahezubringen", sagte Ecclestone: "Es reicht nicht, wenn man sagt: Okay, du warst der Langsamste, bye-bye. Das Ganze beinhaltet einen komplizierten Prozess, den wir dem Betrachter verständlich machen müssen."

Ecclestone missfällt Änderung

Ecclestone unterstrich, dass er keinesfalls dafür gewesen sei, am Format des aktuellen Qualifyings überhaupt etwas zu ändern. "Es ist überschaubar und verständlich", sagte der 85-Jährige. Seine Idee sei es gewesen, im Falle einer Änderung mit zusätzlichen Zeitstrafen zu arbeiten.

"Der Gedanke war, einem Fahrer, der ein Rennen gewonnen hat und beim nächsten Grand Prix die Pole Position erobert, am Start zehn Sekunden aufzubrummen, die er während des Rennens abarbeiten muss. Das hätte den Vorteil, dass der Pole-Mann nicht einfach auf Nimmerwiedersehen vorne wegzieht", sagte "Mr. E.".

Die Teams hätten sich allerdings gegen diesen Vorschlag ausgesprochen.

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