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Charlie Whiting will den "Halo" schon 2017 einführen © Getty Images

Die FIA treibt die Arbeiten am neuen Cockpit-Schutz voran. Renndirektor Charlie Whiting spricht über den Fortschritt und weist einen Vorschlag von Lewis Hamilton zurück.

Der Automobil-Weltverband FIA treibt die Einführung des Cockpit-Schutzes "Halo" zur Saison 2017 weiter voran. 

Die Entwicklung liege "auf Kurs", sagte FIA-Renndirektor Charlie Whiting im Vorfeld des Großen Preises von Australien in Melbourne: "Er ist schon gründlich getestet worden, und wir sind der Meinung, dass er den besten Schutz bietet."

Noch stünden weitere Tests aus, Ende Mai sollen die Teams über die technischen Details informiert werden, um diese in die Entwicklung der neuen Boliden einbinden zu können. Der "Halo" (deutsch: Heiligenschein) umfasst zwei Streben, die seitlich am Cockpit nach vorne geführt werden und in der Mitte in einer Hauptstrebe zusammenlaufen.

Dieser Schutz soll größere Trümmerteile und vor allem umherfliegende Räder abwehren.

Red Bull arbeitet zeitgleich an einem alternativen Entwurf, der mit einer Cockpithaube auch Schutz vor Kleinteilen bieten könnte.

"Das liegt in der Entwicklung weiter zurück. Es wurde nie getestet, könnte aber zusätzlichen Schutz bieten", sagte Whiting: "Ich glaube nicht, dass es schon 2017 eingeführt werden könnte, beim Halo dagegen ist das möglich. Diese Umsetzung wollen wir nicht verschieben."

Eine optionale Installation des Halo, wie zuletzt von Weltmeister Lewis Hamilton (England) vorgeschlagen, wies Whiting klar zurück.

Der Mercedes-Pilot hat seine Ablehnung gegen das Konzept bereits deutlich zum Ausdruck gebracht und die Hoffnung geäußert, dass die Piloten sich auch gegen den Schutz entscheiden dürfen.

"Die Helme sind ja auch nicht optional", sagte Whiting allerdings.

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