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Lewis Hamilton will keinen Heiligenschein
Lewis Hamilton will keinen Heiligenschein © Getty Images

Lewis Hamilton ist der nächste Fahrer, der sich gegen die Einführung des "Halo"-Systems einsetzt. Damit ist der Brite wieder einmal anderer Meinung als Nico Rosberg.

Lewis Hamilton fühlt sich in seiner neuen Rolle als Chef-Kritiker offenbar wohl.

Nach seinen negativen Worten über das Chaos in der Formel 1 wegen des neuen Quali-Modus nahm der der dreimalige Weltmeister nun den neuen Kopfschutz "Halo" ins Visier.

Hamilton wehrt sich

Der Cockpit-Aufsatz, der vor allem in der Kopfregion für mehr Sicherheit sorgen sollen, löst bei Fans und Fahrern hauptsächlich negative Reaktionen aus.

Hamilton ist einer der Fahrer, der gegen die Einführung des Halo-Systems im nächsten Jahr ist, und brachte seine Meinung bei Instagram zum Ausruck.

"Bitte nicht", schrieb Hamilton und bezeichnete den Heiligenschein als "hässlichste Modifikation in der Formel-1-Geschichte".

Er verstehe zwar die Versuche, für mehr Sicherheit zu sorgen, doch diese Änderung des Boliden stößt ihm sauer auf: "So wie es ist, ist es vollkommen in Ordnung."

Rosberg dafür

Teamkollege Nico Rosberg ist wieder einmal anderer Meinung. "Ich denke, dass es ein großer Schritt im Bereich Sicherheit ist, da wir in den vergangenen Jahren viele tödliche Unfälle hatten. Das hätte die Leute geschützt, also ist es ein großer Schritt, der dringend benötigt wird", meinte er.

Rosberg kann sich die Einführung deswegen definitiv vorstellen. Das gewöhnungsbedürftige Aussehen sei nur ein vorübergehendes Problem. "Mit ein bisschen Überarbeitung könnte es ganz cool aussehen. Also bin ich dafür", so Rosberg.

Ferrari hatte das neue System in Barcelona getestet. Kimi Räikkönen, der sich im Vorfeld kritisch geäußert hatte, sei überrascht gewesen, wie wenig die Sicht beeinträchtig werde.

Nico Hülkenberg von Force India ist ebenfalls gegen Halo. "Formel-Autos sollten offen sein. Es gibt natürlich ein Sicherheitsargument, was ich auch sehe. Aber ich finde, man sollte den Motorsport nicht komplett sterilisieren. Ein gewisses Risiko fährt immer mit", sagte der 28-Jährige am Rande der Formel-1-Testfahrten in Barcelona.

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