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Sabine Kehm und Michael Schumacher
Sabine Kehm ist seit 2010 Michael Schumachers Managerin © Imago

Sabine Kehm erklärt, warum sie keine neuen Informationen zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher preisgibt. Die Managerin spricht zudem über überwältigende Fanpost.

Sabine Kehm hat in der Süddeutschen Zeitung das Schweigen um den Gesundheitszustand von Michael Schumacher erklärt.

"Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen, jedes Wort ist Fanal für weitere Informationen. Es wär nie Ruhe", erklärte Schumachers Managerin.

Sie wisse zwar nicht, ob es nicht doch "einen besseren, vielleicht sogar leichteren Weg" gäbe. Doch "momentan sehe ich keine Alternative."

Schumacher war am 29. Dezember 2013 in Meribel beim Skifahren verunglückt. Der frühere Formel-1-Weltmeister war gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Stein geprallt. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und lag zwischenzeitlich im Koma. Seit September 2014 setzt Schumacher seine Rehabilitation zu Hause fort.

Generelle Nachfragen nach Schumachers Gesundheitszustand kann sie verstehen, von der Anteilnahme ist Kehm teilweise sogar "erschlagen". Seit dem Unfalltag sei täglich neue Fanpost eingetroffen.

Man würde den Leuten antworten, allerdings nichts zu Schumachers Zustand sagen. "Man kann diese Frage nicht in ein paar Sätzen beantworten. Es geht ja um einen ständigen Prozess", meinte die 51-Jährige.

Vor allem würden die Aussagen immer wieder unterschiedlich interpretiert werden. "Die Botschaft entsteht immer beim Empfänger", so Kehm, die allein im ersten Jahr 14 schriftliche Statements abgegeben hat.

Damals hieß es beispielsweise, Schumacher  habe "in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm."

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