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Weltmeister Lewis Hamilton testet mit seinem Mercedes in Barcelona
Weltmeister Lewis Hamilton testet mit seinem Mercedes in Barcelona © Getty Images

Lewis Hamilton ist bei Tests in Barcelona von seinem Silberpfeil ausgebremst worden. Probleme mit dem Getriebe machen dem Weltmeister zu schaffen.

Die Konkurrenz atmet auf, denn selbst die Silberpfeile sind nicht unverwundbar: Am letzten Testtag der Formel 1 ist auch das Weltmeister-Team Mercedes erstmals ernsthaft ausgebremst worden.

Lewis Hamilton (England) blieb am Freitag mit seinem W07 auf der Start-Ziel-Gerade stehen, Getriebeprobleme beendeten den Einsatz des Titelverteidigers kurz vor der Mittagspause.

Zuvor hatte Hamilton mit 69 Runden am Vormittag allerdings wieder mal mehr Zeit als alle anderen Piloten bis dahin auf der Strecke verbracht.

Auch am Nachmittag war der Silberpfeil zunächst nicht einsatzbereit. Nico Rosberg (Wiesbaden) konnte das Steuer daher erst mit einer Stunde Verspätung einnehmen.

Die schnellste Runde drehte gut zwei Wochen vor dem Saisonstart in Melbourne (20. März) derweil Sebastian Vettel im Ferrari, der mit 142 Runden auch der fleißigste Pilot des Tages war.

Mit der Bestzeit von 1:22,852 Minuten kam er auf Supersoft-Reifen nahe an die bisherige Bestzeit von Teamkollege Kimi Räikkönen heran.

Mercedes nutzt diese schnellen Pneus auf dem fordernden Circuit de Catalunya gar nicht, Hamilton beeindruckte mit einer starken 1:24,133 auf den härteren Medium-Reifen. Rosberg fuhr am Nachmittag ein anderes Programm und kam auf eine Bestzeit von 1:27,451.

Vettel war am Morgen für eine Runde mit dem Cockpit-Schutz "Halo" auf die Strecke gegangen, der ab 2017 an allen Autos zum Einsatz kommen könnte. Wie bei Räikkönen am Vortag handelte es sich um einen Dummie, der lediglich mögliche Sichtbehinderungen für den Fahrer abklären sollte.

Die Meinungen über den "Heiligenschein" im Fahrerlager sind gespalten. Vettel räumte ein, "dass es nicht besonders schön aussieht. Aber mir fallen alleine zwei Fahrer ein, die mit solch einem System noch am Leben wären", sagte der Hesse und bezog sich auf die verunglückten Henry Surtees (2009) und Justin Wilson (2015): "Da kann es so hässlich sein wie es will. Dafür, dass diese beiden Fahrer nicht mehr unter uns sind, gibt es keine Rechtfertigung."

Auch Rosberg befürwortet den Aufbau im Sinne der Sicherheit ausdrücklich, Hamilton hat eine andere Meinung: Der "Halo" stelle "die optisch schlimmste Änderung aller Zeiten" dar. "Ich hoffe, die Fahrer können sich dann individuell dagegen entscheiden", sagte der Engländer.

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