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Nico Rosberg mit Sonnenbrille
Nico Rosberg fuhr in den ersten beiden Saisonrennen der Formel 1 jeweils auf Platz eins © Getty Images

Neben Lionel Messi sollen weitere Sportler Geschäfte mit Briefkastenfirmen gemacht haben. Auch Nico Rosberg und ein Ex-Bundesligacoach tauchen in den "Panama Papers" auf.

Die unter dem Namen "Panama Papers" bekannt gewordenen Unterlagen über dubiose Geschäfte mit Briefkastenfirmen gewinnen auch in der Sportwelt immer mehr an Brisanz.

Nachdem am Sonntag bereits über Verstrickungen von Lionel Messi in Offshore-Firmen berichtet worden war, nannte die Tagesschau am Montagabend weitere Namen, die sich durch die steuerrechtlich fragwürdigen Geschäfte finanzielle Vorteile verschafft haben sollen.

Demnach soll der Arbeitsvertrag von Formel-1-Fahrer Nico Rosberg bei Mercedes über ein verschachteltes System von Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln und der Insel Jersey laufen - vermittelt und verwaltet von der Anwaltskanzlei "Mossack Fonseca" in Panama.

FIFA-Mitarbeiter und Staatschefs betroffen

Durch Unterlagen von ebenjener Kanzlei, die der Süddeutschen Zeitung zugespielt und von einem internationalen Journalisten-Netzwerk ausgewertet wurden, waren die weitreichenden Geschäfte zahlreicher internationaler Prominenter mit Briefkastenfirmen öffentlich geworden.

Neben Fußball-Funktionären wie UEFA-Präsident Michel Platini und Ex-FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke sollen auch verschiedene Staats- und Regierungschefs, Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin und internationale Geschäftsleute profitiert haben.

Laut Tagesschau wollten sich weder Rosberg noch Mercedes-Mutter Daimler zu dem Bericht äußern, ein Treffen von Rosbergs Manager mit Reportern von NDR, WDR und SZ sei kurzfristig abgesagt worden.

Auch die Namen Korkut und Heinze tauchen auf

Auch Tayfun Korkut, ehemaliger Trainer von Hannover 96, soll zu aktiven Zeiten als Spieler einen Teil seines Gehalts beim spanischen Verein Real Sociedad San Sebastian über eine Offshore-Firma erhalten haben.

German midfielder Bernd Schneider (L) is
Gabriel Heinze (M.) scheiterte bei der WM 2006 und 2010 mit Argentinien jeweils am DFB-Team © Getty Images

Dafür habe er seine Bildrechte an eine Gesellschaft auf den Bahamas übertragen, die sie über eine Gesellschaft in den Niederlanden wiederum an Real Sociedad verkaufte.

Über ein ähnliches Modell soll auch der ehemalige argentinische Nationalspieler Gabriel Heinze ein lukratives Geschäft mit seinen Bildrechten gemacht haben, die er über eine Briefkastenfirma an den Sportartikelhersteller Puma übertrug.

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