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F1 Grand Prix of Bahrain
Die heißesten Kandidaten auf den Titel: Nico Rosberg (l.) und Lewis Hamilton © Getty Images

Ein strahlender Sieger, ein erstaunlich handzahmer Dritter und ein frustrierter "Frührentner" - nach dem Großen Preis von Bahrain herrschten im Fahrerlager wie so oft unterschiedliche Gefühlslagen vor.

SPORT1 fasst die Reaktionen zum Rennen zusammen.

Nico Rosberg (Mercedes / Platz 1): "Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Tag mit diesem großartigen Sieg. Das war ein tolles Wochenende, es lief einfach perfekt. Schlüssel war der Start. Wir haben viel daran gearbeitet und das hat funktioniert. Ich bin auch auf der schmutzigen Seite schnell weggekommen und das hat mir mein Rennen so ermöglicht. So konnte ich das Rennen kontrollieren. Wir haben auf die sicherste Strategie gesetzt, nicht auf die schnellste."

Auf die Frage, was der zweite Sieg im zweiten Rennen mit Blick auf den WM-Titel bedeute: "Das ist nichts, worüber ich nachdenke. Ich nehme Rennen für Rennen. Es ist ein toller Sieg heute. Es ist ein guter Moment, weil wir ein gutes Auto haben."

Lewis Hamilton: (Mercedes / Platz 3): "Das tut heute vielleicht noch mehr weh als Australien. Immerhin bin ich wieder zurückgekommen und habe noch ein paar Punkte gemacht. Es war also wieder Schadensbegrenzung. Gratulation an Nico, ich denke, es war ein einfaches Rennen für ihn."

Zur Kollision mit Valtteri Bottas: "Das ist Racing. Ich war nur froh, dass ich weiterfahren konnte. Das Auto war schon ziemlich beschädigt, aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen. Es war nicht so schlimm, als dass ich die Position nicht hätte halten können, das war gut."

Niki Lauda (Aufsichtsratschef Mercedes): "Lewis hatte Pech, weil Bottas komplett verrückt gefahren ist. Er hat die Reifen blockiert und ist in jemanden gekracht, der ihn gar nicht kommen sehen konnte. Ich wäre von Bottas genervt."

Toto Wolff (Teamchef Mercedes) zur gleichen Situation:  "Der Crash in der ersten Kurve war ein, sagen wir mal, optimistisches Manöver von Valtteri. Da war ein bisschen eine Tür offen, aber er war zu weit weg. Dann war das Auto stark beschädigt, der Frontflügel war beschädigt, der Unterboden war beschädigt. Und dann hat er (Hamilton, d. Red.) es nach Hause gerettet."

Zu Rosberg: "Er hat einen Lauf, fünf Siege in Folge und kein einziger Fehler am heutigen Tag. Er hatte einen sauberen Start, eine gute erste Kurve und fuhr dann das Rennen kontrolliert nach Hause. Er war schnell, als er es sein musste, und ging keine unnötigen Risiken ein. Das war ein weiterer verdienter Sieg für ihn."

Kimi Räikkönen (Ferrari / Platz 2): " Wir haben das Beste daraus gemacht. Ich hatte einen ziemlich schlechten Start und war nach zwei Runden schon so weit weg von Nico. Wir konnten zwar wieder ein bisschen gut machen und den zweiten Platz halten."

Zum Titelkampf:  Die Saison ist noch lang und das Auto noch nicht am Ende der Entwicklung. Wir müssen mit dem Team noch viel arbeiten." 

Sebastian Vettel (Ferrari / ausgeschieden): "Angedeutet hat sich der Motorschaden nicht. Ich hatte nur einen Leistungsverlust und habe gesehen, dass ziemlich viel Rauch aus meinem Heck aufgestiegen ist. Letztendlich bereitet man sich auf das Rennen vor, wenn man dann gar nicht startet, ist das blöd. Im Idealfall wollte ich einen guten Start hinzaubern und dann Mercedes unter Druck setzen. Aber hätte, wenn und wäre zählt jetzt nicht, soweit kam es ja gar nicht."

Maurizio Arrivabene (Teamchef Ferrari): "Die Stimmung bei uns ist ziemlich schlecht, denn wir waren nicht weit weg, obwohl Kimi beim Start einen kleinen Fehler gemacht hat. Und wir waren nicht in der Lage, Sebastian ein ordentliches Auto zu geben, um das Rennen zu fahren." 

Pascal Wehrlein (Manor / Platz 13): "Dass wir aus eigener Kraft Force India und Sauber überholen konnten, ist sehr erstaunlich. Mit Manor vom letzten Jahr kann man das Team nicht mehr vergleichen. Wir haben jetzt den Mercedes-Motor, ein neues Auto und einen riesigen Schritt gemacht."

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