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Dieser Boxenstopp kostet Daniel Ricciardo den Sieg in Monaco © Getty Images

Nach dem Boxenstop-Patzer von Monaco ringt Red Bull um Erklärungen. Daniel Ricciardo spricht von "kopflosen Hühnern". Mangelnde Kommunikation wird beklagt.

Der frühere Weltmeister-Rennstall Red Bull Racing hat sich bei seinem Piloten Daniel Ricciardo für den peinlichen Boxenstopp-Fehler im Rahmen des Großen Preises von Monaco entschuldigt.

Der Australier hatte fast 14 Sekunden auf seine neuen Reifen warten müssen und wurde so um den Sieg gebracht, den stattdessen Weltmeister Lewis Hamilton (England) im Mercedes einfuhr.

"Wir als Team müssen uns bei Daniel entschuldigen, auch wenn es nicht zu entschuldigen ist", sagte Teamchef Christian Horner: "Wir haben es nicht geschafft, ihn zu unterstützen."
   Ricciardo hatte schon nach dem Rennen kein Geheimnis aus seiner massiven Enttäuschung gemacht.

"Kopflose Hühner"

"Ich kam an die Box, und alle liefen herum wie kopflose Hühner", sagte der 26-Jährige: "Ich wurde hereingerufen, also hätten sie bereit sein müssen. Aber die Reifen waren nicht da."

Horner begründete den Fehler mit schlechter Kommunikation und dem einzigartigen, engen Aufbau der Boxen in Monaco. "Einige Reifen liegen in der Garage, einige hinter der Garage", sagte der Engländer. Die Entscheidung, eine härtere Reifenmischung zu wählen, sei kurzfristig gefallen.

"Wir hatten aber noch etwa 30 Sekunden Zeit, an einem normalen Arbeitstag wäre das kein Problem gewesen", sagte Horner.

Durch den Zeitverlust kam Ricciardo knapp hinter Hamilton zurück auf die Strecke. Andernfalls wäre ihm der Sieg wohl kaum zu nehmen gewesen, da auf dem Kurs in Monaco Überholmanöver nur schwer möglich sind und der Red-Bull-Pilot auch schneller unterwegs war als sein Konkurrent.

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