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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel geht nach Platz 4 in Monaco hart mit sich ins Gericht © Imago

In Monaco hat Sebastian Vettel keine Chance auf den Sieg. Daran gibt der viermalige Weltmeister aber nicht seinem Team, sondern sich selbst die Schuld.

Sebastian Vettel suchte erst gar nicht nach Ausreden. "Ich hätte einen besseren Job machen können, das ist mein Fehler. Wir haben eine Chance verpasst", sagte der viermalige Weltmeister.

Vettel ärgerte sich nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Monaco maßlos, dass er es im Fürstentum trotz seines starken Ferraris nicht mindestens auf das Podest geschafft hatte.

"Muss mich entschuldigen"

"Ich werde sicher von keiner Brücke springen, aber das muss ich mir vorwerfen", meinte der 28-Jährige.

Weil er früh im Rennen nicht am langsameren Williams-Piloten Felipe Massa vorbeikam, steckte er im Verkehr fest. In den engen Straßen des Fürstentums war es anschließend unmöglich, weiter nach vorne zu kommen, das Podest geriet außer Reichweite.

Vettel: "Ich muss mich entschuldigen. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, das Auto war schnell."

Ferrari kämpft weiter mit Problemen

Nach insgesamt sechs Rennen wollte der Heppenheimer von einem verkorksten Saisonstart zwar weiterhin nichts wissen, titelreif präsentiert sich die Scuderia aber nicht.

"Es gibt keinen Grund zur Panik. Ich denke nicht, dass etwas mit der Pace des Autos nicht stimmt, sie ist da. Aber wir haben hier und da Probleme", betonte der 42-malige Grand-Prix-Gewinner, der seit September 2015 auf einen Sieg wartet.

Ferrari gelang es in dieser Saison noch nicht, ein Wochenende perfekt durchzuziehen. Im Qualifying oder Rennen gab es immer wieder Aussetzer, am Sonntag musste außerdem Kimi Räikkönen nach einem unnötigen Crash das Rennen vorzeitig beenden.

"Deswegen kann man schon sagen, dass wir nicht immer Erfolg hatten, aber genauso muss man respektieren, dass es viele gute Gegner gibt", sagte Vettel.

Vettel mit großem Rückstand

Mit 60 Punkten ist der Hesse nur Fünfter der WM-Wertung, der Rückstand auf Spitzenreiter Nico Rosberg (Mercedes/106) vor dem Grand Prix am 12. Juni in Montreal/Kanada beträchtlich.

Selbst Teamkollege Kimi Räikkönen (61) liegt noch knapp vor ihm. "Ja, wir hätten besser sein können", gab Vettel zu: "Wenn ich in Bahrain nicht den Motor zerlegt hätte, wären wir da zum Beispiel auch auf dem Podium gewesen."

Kein Vorwurf ans Team

Seinem Team attestierte er insgesamt einen "sehr, sehr guten Job". Ohnehin sieht Vettel lieber das große Ganze - und Ferraris Ziel ist klar: Branchenführer Mercedes soll langfristig attackiert werden. "Wir wollen das gesamte Projekt wieder ganz nach oben bringen", sagte Vettel.

Allerdings wird die Konkurrenz immer größer, auch Red Bull Racing mit Barcelona-Sieger Max Verstappen und dem Monaco-Zweiten Daniel Ricciardo ist wieder mindestens auf Augenhöhe.

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