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Toto Wolff sieht Lewis Hamilton nicht alleine in der Schuld
Toto Wolff und Mercedes wehren sich gegen die Vorwürfe © Getty Images

Mercedes wehrt sich entschieden gegen Verschwörungstheorien und Sabotage-Vorwürfe. Bei den Silberpfeilen werde als Team gearbeitet - für Rosberg und Hamilton.

Nico Rosberg hat bisher alle vier Saisonrennen gewonnen. Weltmeister Lewis Hamilton dagegen kämpft dauerhaft mit Problemen und hat schon 43 Punkte Rückstand auf seinen deutschen Rivalen.

Von Sabotage-Vorwürfen und Verschwörungstheorien, dass Mercedes Rosberg favorisiere, will man bei Motorsportchef Toto Wolff und seinem Team aber nichts wissen. Deswegen wandte sich Mercedes nach dem Russland-GP in einem offenen Brief an die Fans. Der Rennstall versicherte, dass Hamilton und WM-Spitzenreiter Rosberg gleichermaßen geschätzt und vom gesamten Team unterstützt werden.

"Liebe Fans: Wir sind aus Russland mit gemischten Gefühlen zurückgekehrt. Auf der anderen Seite mit Stolz gefüllt, nachdem wir die erneut die ersten zwei Plätze belegt haben", fing der Brief an. Zudem sei man aber "schmerzerfüllt von einem stressigen Wochenende."

Wolff spricht von "Wahnsinnigen"

"Wir haben gesehen, dass sich sehr viel Frustration breit gemacht hat nach den mechanischen Problemen, die wir in Sotschi erfahren haben", hieß es weiter, bevor auf die Schwierigkeiten eingegangen wurde und mehrfach der Teamgedanke in den Vordergrund gestellt wurde.

Weil der Technik-Teufel in dieser Saison bislang bemerkenswert häufig bei Lewis Hamilton zuschlug, hatte sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bereits kurz nach dem Rennen am vergangenen Sonntag in Sotschi bemüßigt gesehen, im Netz aufkeimende Verschwörungstheorien ins Reich der Fabeln zu verweisen.

Am liebsten würde er "diese Wahnsinnigen" komplett ignorieren, hatte der Österreicher erklärt: "Lewis hat für uns zwei WM-Titel eingefahren. Warum sollten wir ihm schaden wollen?"

Auch im Brief wurde Wolff aufgegriffen. "Um Mr. Toto Wolff zu zitieren: Wir haben uns den Ars.. aufgerissen, um dahin zu kommen, wo wir sind – und das haben wir als Team geschafft."

Alles würde gemeinsam erledigt: "Sie schwitzen, lachen, weinen, rufen, schreien, feiern und leiden gemeinsam. Und, wie einer von uns häufig sagt: Sie siegen und verlieren zusammen."   

Kein A- oder B-Team

Dass man Rosberg bevorzuge, sei Quatsch. Man arbeite zusammen "nicht für den einen Fahrer oder den anderen – sondern füreinander. Es gibt hier kein "A" oder "B"-Team. Wir haben die besten Jungs unnd Mädels der Welt bei uns, und sie alle machen einen tollen Job", so Mercedes.

Es habe einen "monumentalen Aufwand" gebraucht, um Hamilton nach den Technikproblemen am Sonntag überhaupt an den Start zu bringen.

Mit der bisherigen Funktionsfähigkeit sind die Silberpfeile bislang im Gegensatz zu den Ergebnissen nicht zufrieden. Deswegen stehe noch Arbeit an.

Zum Abschluss wurden noch einmal die Fans angesprochen. "An diejenigen, die hinter uns stehen, dankeschön. An den Rest - die Hater, die Pessimisten, die Verschwörer: Wenn wir nur die Hälfte von euch davon überzeugen können, wofür wir wirklich stehen, sehen wir den Kampf als gewonnen an."

Mercedes out.

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