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F1 Grand Prix of Russia - Qualifying
Sebastian Vettel liegt mit 67 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Nico Rosberg auf Platz 5 der Formel1-Fahrerwertung © Getty Images

Trotz des großen Rückstands auf Spitzenreiter Rosberg glaubt Ferrari-Pilot Sebastian Vettel weiter an den WM-Titel. Der Heppenheimer sieht sein Team auf einem guten Weg.

Sebastian Vettel will den WM-Titel trotz seines ernüchternden Starts in die zweite Saison mit Ferrari noch nicht abschreiben. "Es sind doch erst vier von 21 Rennen gefahren", sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister der Sport Bild.

"Ich bin jetzt schon eine gute Zeit dabei, und ich kann mich nicht erinnern, dass man vorher schon mal nach vier Rennen über die Meisterschaft gesprochen hat. Da ist es völlig egal, ob man von mir redet oder Nico Rosberg. Es ist einfach noch zu früh."

"Wir sind besser geworden"

Vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag hat Mercedes-Pilot Rosberg alle vier WM-Läufe für sich entschieden und führt das Klassement mit 100 Punkten an. Vettel kam bislang nur zweimal ins Ziel und liegt mit 33 Zählern schon weit zurück. Die technischen Probleme und Kollisionen auf der Strecke verschleiern laut Vettel bislang das wahre Potenzial des neuen Ferrari.

"Wir sind in der Tat besser geworden, nur von den Ergebnissen her kann man das noch nicht so ganz sehen", sagte der Heppenheimer: "Es gibt noch eine Lücke zu Mercedes, stimmt, aber sie ist weitaus kleiner geworden. Man kann über Nacht eben keine Berge versetzen."

Ferrari bindet Vettel stärker ein

Die Scuderia wird bislang vor allem durch die mangelnde Zuverlässigkeit ihres Antriebs zurückgeworfen, den Rückstand auf der Strecke konnte Ferrari aber in der Tat verkleinern. In diese Entwicklungsarbeit ist Vettel stärker eingebunden als etwa in seiner Zeit bei Red Bull Racing.

"Die Arbeit, die ich hier habe, ist neu für mich und anders, als ich sie gewohnt war", sagte der 28-Jährige: "Aber genau diese Herausforderung habe ich ja auch gesucht, als ich den Schritt zu Ferrari gewagt habe. Ein Team zu formen, ein neues Team aufzubauen."

Einen mittelfristigen Wechsel zu Branchenführer Mercedes habe er daher derzeit nicht im Sinn. "Mein Ziel ist, nicht nur vorne zu fahren, sondern mit Ferrari vorne zu fahren. Wenn ich das Handtuch schmeiße, müsste ich erst mal mir selbst gegenüber zugeben: Du hast es nicht geschafft! Ob es uns gelingt, weiß niemand. Aber der Weg ist das Ziel", sagte Vettel.

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