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Mit den Metall-Randsteinen in Baku gab es während des Trainings Probleme © Getty Images

Die FIA reagiert auf die Kritik der Fahrer nach dem Freien Training in Baku. Weitere Maßnahmen sollen die Strecke sicherer machen.

Die Formel 1 hat auf die Gefahrenstellen am neuen Stadtkurs in Baku/Aserbaidschan reagiert und vor dem Qualifying zum Großen Preis von Europa am Samstagnachmittag (15 Uhr im LIVETICKER) die Sicherheitsvorkehrungen auf der Strecke erhöht.

Nach einer Besprechung mit den Fahrern am Freitagabend ordnete der ausrichtende Automobil-Dachverband FIA Schweißarbeiten an den Metall-Randsteinen entlang des 6,003 km langen Kurses an, die noch in der Nacht auf Samstag durchgeführt wurden.

Im ersten freien Training am Freitag hatten sich mehrere Fixierungsschrauben in den Randsteinen gelöst. Weil diese Schrauben über den Rand heraus ragten, wurden Beschädigungen in der Lauffläche bei rund 90 Prozent der eingesetzten linken Hinterreifen festgestellt.

Die Schäden seien "vielleicht fünf Zentimeter lang und lediglich oberflächlich" gewesen, sagte ein Sprecher des Reifenherstellers Pirelli. Nach ersten Reparaturmaßnahmen an den Randsteinen wurde das zweite Training plangemäß gestartet und ging ohne weitere Probleme zu Ende.

Als weitere Maßnahme wurde die Zufahrt in die Boxengasse durch neue Markierungslinien entschärft. Unter anderem WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (Wiesbaden/Mercedes), aber auch Ex-Weltmeister Jenson Button (Großbritannien/McLaren) hatten zuvor bereits am Donnerstag ihre Bedenken geäußert.

Die Boxeneinfahrt befindet sich im letzten Viertel eines 2,2 km langen Vollgasstücks. Die Fahrer erreichen an dieser Stelle Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h.

Hamilton kritisiert Kollegen

Wenig Verständnis für das Dimension der Sicherheitsdebatte hatte offenbar Weltmeister Lewis Hamilton (England).

"Diese Fahrer jammern über so viele Dinge", sagte Rosbergs Mercedes-Teamkollege: "Diese Jungs wollen alles eben haben, ohne Bodenwellen. Sie wollen diesen Strecken den Charakter und das Leben nehmen."

Mit Blick auf die Charakteristika von Stadtkursen sagte der 31-Jährige: "Sie sind eben schwierig, aber das ist Teil des Rennsports."

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