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Am Hockenheimring wird 2017 wohl kein Formel-1-Rennen stattfinden © Getty Images

Motorsport-Fans warten nächstes Jahr wohl vergeblich auf ein Formel-1-Rennen am Hockenheimring. Die geringen Ticket-Erlöse bereiten den Veranstaltern Probleme.

Die Motorsportfans müssen sich wohl darauf einstellen, dass die Formel 1 im kommenden Jahr und womöglich auch darüber hinaus einen Bogen um Deutschland macht.

"2017 wäre der Nürburgring an der Reihe. Ich weiß nicht, wie es um deren Verhandlungen steht. Wir könnten nur einspringen, wenn wir jegliches Risiko ausschließen können", sagte Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH beim Medientag für den Deutschland-Grand-Prix 2016 (31. Juli in Hockenheim).

Seiler begründete seine defensive Haltung mit wirtschaftlichen Faktoren. Um ein solches Projekt zu stemmen, müssten die Kartenverkäufe ansteigen, betonte er. 

Zu geringe Ticket-Erlöse

Hockenheim "will in jedem Fall seinen Vertrag bis 2018 erfüllen", betonte der Geschäftsführer, ohne Angaben zur einer möglichen Vertragsverlängerung zu machen.

Für das Rennen in fünf Wochen seien bislang 46.000 Karten verkauft worden. Seiler hofft auf 60.000. Vor zwei Jahren hatten 56.000 Fans an der Strecke den Sieg von Mercedes-Fahrer Nico Rosberg gesehen.

Zu Zeiten von Rekordweltmeister Michael Schumacher kamen jährlich weit über 100.000 Fans ins Badische.

Hockenheim wechselte sich aus Kostengründen seit 2008 mit dem Nürburgring mit der Ausrichtung des Großen Preis von Deutschland ab.

Im Vorjahr konnten sich die Betreiber des Traditionskurses in der Eifel nicht mit dem Formel-1-Management um Promoter Bernie Ecclestone auf die finanziellen Konditionen einigen. Der Brite hatte zuletzt eine Einigung mit dem Nürburgring für 2017 quasi ausgeschlossen.

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