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Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Kanada
Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Kanada © Getty Images

Lewis Hamilton nimmt sich beim Fahren Michael Schumacher und Ayrton Senna zum Vorbild. Im Vergleich mit Rosberg vermisst er Anerkennung und verteidigt seinen Lebensstil.

Lewis Hamilton ist zurück im Titelkampf der Formel 1. Durch seinen Sieg in Kanada verkürzte der Brite den Rückstand auf Nico Rosberg in der Fahrerwertung auf neun Punkte.

Die Diskussionen, dass sein Lebensstil ihm in den ersten Wochen bessere Ergebnisse gekostet habe, werden abebben. Für Hamilton selbst ist die Ablenkung sowieso Segen statt Fluch.

"Ich tauche donnerstags in die Formel 1 ein, montags nach den Rennen gehe ich wieder raus. Dazwischen lebe ich ein ganz anderes Leben. Ich will einfach leben. Mein Ding machen. Mir von niemanden was sagen lassen", sagte Hamilton der Bild.

Statt sich nach einem Rennen wie früher tagelang im Hotel zu verkriechen, hakt er heute, "wenn ich die Strecke verlasse, das Rennen ab."

"Ich weiß, dass ich gut bin"

Sein Selbstbewusstsein hatte unter dem schwierigen Saisonstart kaum gelitten. "Ich hatte die Punkte ja nicht verloren, weil ich das Fahren verlernt hatte oder schlecht gefahren bin. Ich weiß, dass ich gut bin – überall", so Hamilton.

Ein Mentaltrainer ist für Hamilton überhaupt keine Option. "Niemals kommt mir so jemand in meine Nähe. Das würde ich nie zulassen", meinte der Titelverteidiger.

Bei all dem Respekt, den Hamilton für sein fahrerisches Können erhält, stößt ihm eine Sache bezogen auf Rosberg doch sauer auf.

Hamilton vermisst Anerkennung

"Ich vermisse die Anerkennung für mein technisches Verständnis. Die Leute denken immer, wenn Nico 100 verschiedene Punkte lernt, muss ich sie auch lernen. Ich schaue mir dann die Liste mit 100 Punkten an und lerne die für mich wichtigsten 10", erklärte Hamilton: "Das heißt aber nicht, dass ich die anderen 90 nicht beachten würde – ich setze halt Prioritäten, was für mich wichtig ist. Ich lasse keine Zahlen, sondern Resultate sprechen."

In dieser Hinsicht habe er zwei Vorbilder: "Die Ingenieure berechnen alles, haben alle Zahlen. Mein Instinkt beim Fahren, für gewisse Situationen, hilft mir mehr als Zahlen. Das war bei Ayrton Senna und Michael Schumacher auch so."

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