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Toto Wolff und Lewis Hamilton von Mercedes - Formel 1
Lewis Hamilton fordert Konsequenzen nach den Unfällen in Spielberg © Getty Images

Lewis Hamilton übt scharfe Kritik an den Kerbs in Spielberg. Der Weltmeister fordert Konsequenzen. Nico Rosberg und Sebastian Vettel sehen die Sache locker.

Die Randsteine beim Großen Preis von Österreich geraten nach dem Qualifying immer mehr in die Kritik. Fahrer und Verantwortliche beschwerten sich am Samstag über die veränderten Kerbs in Spielberg.

Lewis Hamilton fordert Konsequenzen nach den Unfällen. Nico Rosberg und Sebastian Vettel haben derweil eine einfache Lösung parat.

"Eine völlig unsinnige Einrichtung, die da getätigt wurde", schimpfte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko bereits vor dem Qualifying im ORF. "Wir wollten eigentlich, dass sie entfernt werden, aber Leute, die in Baku von Fahrerseite die Sicherheit bemängelt haben, meinten, dass muss sein. Es ist mir völlig unverständlich."

Quartett fällt Kerbs zum Opfer

Bereits am Freitag beschädigte sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen im Freien Training durch die Kerbs zwei Frontflügel und eine Aufhängung. Im 3. Freien Training brach bei Nico Rosberg (Mercedes) die Radaufhängung nach einer Fahrt über die Randsteine.

Im Qualifying sorgte schließlich Daniil Kwjat (Toro Rosso) für eine Schrecksekunde, als er sich durch auf den Kerbs die Aufhängung brach und in die Mauer krachte. "Die Randsteine hier, das ist nicht die richtige Lösung. Letztes Jahr war alles okay, ich weiß nicht, warum man das hier verändert hat", kritisierte der Russe anschließend. 

Schäden an der Aufhängung bremsten am Samstag auch Force-India-Fahrer Sergio Perez (Mexiko). Bei Rosbergs Mercedes musste nach dem Crash das Getriebe gewechselt werden, weswegen der 31-Jährige wegen einer Strafe am Sonntag nur von Startplatz sieben statt zwei auf die Strecke geht.

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Hamilton: "Jetzt muss was geschehen"

Lewis Hamilton pflichtete seinem Kollegen bei. "Die gelben Kerbs halte ich für ziemlich gefährlich. Wenn das so weitergeht, dann liegt irgendeiner noch in der Mauer und wird sich verletzen. Jetzt muss etwas geschehen", forderte der Weltmeister.

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff forderte den Automobil-Weltverband FIA auf, bis zum Rennen eine Lösung zu finden. "Wir haben die Probleme bei unterschiedlichen Autos mit unterschiedlichen Designs gesehen. Das macht uns Sorgen. Wir brauchen eine Reaktion", sagte der Österreicher nach dem Qualifying am Samstag.

Teamkollege Rosberg hatte derweil eine ganz einfache Lösung parat. "Es ist ganz einfach - du musst halt den Randsteinen fernbleiben. Ich habe das schon im Qualifying versucht, da bin ich nur ganz selten auf den Kerbs gewesen", sagte der WM-Führende.

Auch Sebastian Vettel sieht keinen Grund zum Handeln. "Die Kerbs sind okay. Was sich dahinter verbirgt, tut den Autos nicht so gut. Da darf man nicht drauf fahren. Das ist schnell passiert, aber spätestens jetzt weiß das wohl jeder", meinte der viermalige Weltmeister.

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