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F1 Grand Prix of Great Britain - Qualifying
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel muss in Silverstone weitere Rückschläge hinnehmen © Getty Images

Sebastian Vettel erlebt in Silverstone erneut ein Wochenende zum Vergessen. Der Ferrari-Pilot kritisiert die FIA und sieht das Team derzeit nicht konkurrenzfähig.

Tristesse bei Sebastian Vettel und Ferrari nach dem Großen Preis von Großbritannien.

"Heute war nicht unser Tag und es war das erste Renen, in dem wir nicht nicht in der Lage waren, um das Podium mitzukämpfen", lieferte Vettel nach seinem enttäuschenden neunten Platz in Silverstone eine realistische Ist-Beschreibung des Zustandes der roten Renner.

Wenngleich er mit es gebe "keinen Grund, Trübsal zu blasen, im nächsten Rennen sei man sicher wieder konkurrenzfähig", direkt mit einer ersten Durchhalteparole den besorgniserregenden Fakten trotzen wollte.

Getriebeprobleme, Fahrfehler, Zeitstrafe

Aber der Reihe nach: Wie schon eine Woche zuvor tauschte die Scuderia noch vor Beginn der Qualifyings das Getriebe an Vettels launenhaftem Boliden aus, eine Grid-Strafe von fünf Plätzen war die unangenehme Folge. Woher das Problem kommt: Bislang unklar.

Einige Fahrfehler verhageltem dem vierfachen Weltmeister dann eine bessere Platzierung als die von Platz 11. Doch damit nicht genug. Am Rennsonntag ging die Pleiten-, Pech- und Pannenserie Vettels nach seinem Reifenplatzer in Spielberg eine Woche nahtlos weiter.

"War eine gute Entscheidung"

Der Ferrari-Pilot ging nach dem Safety-Car-Start als einer der Ersten auf die Intermediates und holte sich einige Runden später als Erster im Feld die Trockenreifen ab. Eine Maßnahme, die nicht wirklich fruchtete und zudem in einem Dreher gipfelte.

Trotzdem verteidigt der Deutsche die Entscheidung des italienischen Rennstalls: "Ich denke, es war eine gute Entscheidung. Bei meinem Dreher bin ich aufs Nasse gekommen und hab das Auto verloren. Dann war leider die ganze aufgeholte Zeit hin."

Massa kontra Vettel

Auch dadurch kam Vettel einfach nicht voran und hing weiterhin außerhalb der Top-Ten fest. In Runde 30 dann endlich das erste Überholmanöver, wenig später dann die Attacke gegen Felipe Massa, die ihm schlussendlich zwar Platz 9, aber eben auch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe brachte, die im Endeffekt jedoch nicht ins Gewicht fiel.

Vettel überholte den Brasilianer und rutschte auf einer nassen Stelle aus, was beide dann kurzfristig neben die Piste bugsierte. Für die FIA Grund genug, Vettel zu bestrafen: "Ich finde es unnötig, denn ich bin ihn nicht absichtlich von der Strecke gefahren", klärt er auf.

"Ich hatte keinen Grip. Als ich einlenken wollte, ist mir ständig das Heck weggerutscht. Für ihn sah es wohl so aus, dass ich ihn abgedrängt habe, aber ich konnte nichts machen."

Das sieht Williams-Pilot Felipe Massa naturgemäß anders: "Er machte mit mir dasselbe wie Nico Rosberg im letzten GP mit Lewis Hamilton. Er lenkte einfach nicht ein! Natürlich gibt das dann auch eine Strafe."

Vettel rutscht weiter ab

Am Ende bleibt für Vettel die nüchterne Erkenntnis, nicht an Carlos Sainz Toro Rosso und den beiden Force India vorbeigekommen zu sein und das, obwohl man sich vor einigen Wochen noch als zweite Kraft hinter Mercedes wähnte. Der Ferrari war vor allem in den schnellen Kurven für eine Aufholjagd nicht geeignet.

"Ich habe bis zum Schluss hart gekämpft, so ist es nicht. Es war ein hartes Rennen. Platz sechs hätte rausspringen können", sagte der Ferrari-Star.

So muss Vettel nun sogar mit zwei eingebüßten Plätzen in der Fahrerwertung und nunmehr 73 Punkte Rückstand auf Nico Rosberg leben.

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