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Force-India-Pilot Nico Hülkenberg: Aus der ersten Startreihe zu seinem ersten Podiumsplatz?
Force-India-Pilot Nico Hülkenberg: Aus der ersten Startreihe zu seinem ersten Podiumsplatz? © Getty Images

Spielberg und München - Ungeahnte Startaufstellung beim Österreich-GP: Nico Hülkenberg will seine Chance aus Reihe 1 nutzen, Vettel und Rosberg müssen Risiko gehen. Die Kerbs werfen Fragen auf.

Der befürchtete Niederschlag im Qualifying von Spielberg hat die Karten für den Großen Preis von Österreich (So., 14 Uhr im LIVETICKER) komplett neu gemischt - zur Freude und zum Leidwesen der Deutschen .

"Der Regen hat natürlich alles durcheinander gebracht", wusste auch Nico Hülkenberg. Der Force-India-Pilot fuhr in der chaotischen Zeitenhatz sensationell auf den dritten Platz und startet durch die Strafversetzung von Nico Rosberg (Mercedes) im Rennen aus der ersten Reihe.

"Wir können hier definitiv um gute Resultate kämpfen", gibt sich Hülkenberg optimistisch. (Die Stimmen zum Qualifying)

Vettel hadert und hofft

Für das Rennen besteht zumindest ein Niederschlagsrisiko. Ein Chaos wie in der Schlussphase des Qualifyings, als die Bestzeiten im Sekundentakt verbessert wurden, ist aber nicht zu erwarten. Da jedoch niedrigere Temperaturen angekündigt sind, könnte die Reifenwahl mal wieder zum entscheidenden Faktor werden.

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Sebastian Vettel, der nach seiner Strafversetzung von Platz neun ins Rennen geht, glaubt jedoch nicht an ein ähnliches Spektakel. "Dann sind alle zum gleichen Zeitpunkt draußen. Mit der Sonne wurde es schneller. Zehn Sekunden später war die Strecke am gleichen Ort schon ganz anders", beschrieb der Ferrari-Pilot das "Glücksspiel" am Samstag.

Der viermalige Weltmeister muss im Rennen jedoch mehr wagen, um eine Chance auf die vorderen Plätze zu haben. "Ich hätte ein größeres Risiko gehen können", bemängelte er seine Leistung am Samstag. Dennoch glaubt Vettel an seine Chance: "Ich glaube, der Speed war sehr gut. Wir waren sehr, sehr nah dran an Mercedes."

Rosberg will Randsteine meiden

Sein Landsmann Rosberg brachte sich bereits im Abschlusstraining am Samstagmorgen um einen guten Startplatz, da er nach einem Trainingscrash das Getriebe wechseln musste. Dadurch startet der WM-Führende von Platz sieben statt aus der ersten Reihe und muss seinen Sieg-Hattrick in Spielberg wohl abschreiben. Die Schuld an seinem Unfall suchte der 31-Jährige dabei nicht bei den viel kritisierten Kerbs.

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"Du musst halt den Randsteinen fernbleiben", sagte Rosberg. Vettel war derselben Meinung: "Die Kerbs sind okay. Was sich dahinter verbirgt, tut den Autos nicht so gut. Da darf man nicht drauf fahren. Das ist schnell passiert, aber spätestens jetzt weiß das wohl jeder."

Hamilton schlägt Alarm

Polesetter Lewis Hamilton forderte dagegen Konsequenzen. "Wenn das so weitergeht, dann liegt irgendeiner noch in der Mauer und wird sich verletzen. Jetzt muss etwas geschehen", forderte der Weltmeister nach dem schweren Crash von Daniil Kwjat am Samstag.

Die gelben Kerbs erwiesen sich bereits das ganze Wochenende als rutschig. Aber vor allem die roten Randsteine schienen den Boliden arg zuzusetzen.

"Es sieht so aus, dass, wenn wir über diesen roten Kerb fahren, der Reifen eine Frequenz bekommt, die ungesund ausschaut", beschrieb Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die Folge waren gleich mehrere Aufhängungsschäden am Freitag und Samstag.

Egal ob Wetter oder Randsteine - das Rennen in der Steiermark könnte durcheinandergewirbelt werden. Dann jubelt vielleicht auch am Sonntag einer, den niemand auf der Rechnung hatte.

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