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Nico Rosberg setzte im Qualifying von Singapur eine überragende Bestzeit © Getty Images

Mit einer beeindruckenden Runde sichert sich Nico Rosberg beim Grand Prix in Singapur die Pole Position. Sebastian Vettel muss von ganz hinten starten.

Dreirad-Fahrer Sebastian Vettel war völlig bedient, der überragende Nico Rosberg präsentierte sich vor seinem Jubiläums-Rennen mit einer Zauberrunde weiter in absoluter Top-Form.

Mit über einer halben Sekunde Vorsprung sicherte sich der Mercedes-Pilot die Pole Position zum Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14 Uhr MESZ im LIVETICKER).

In 1:42,584 Minuten ließ Rosberg im Flutlicht-Qualifying Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo (Australien) und seinem Teamrivalen Lewis Hamilton (England) nicht den Hauch einer Chance. Vettel muss nach technischen Problemen an seinem Ferrari als Letzter starten.

"Das war wirklich eine gelungene Runde, vermutlich eine der drei besten meiner Karriere", sagte Rosberg, der damit in seinem 200. Formel-1-Rennen beste Chancen auf seinen dritten Sieg in Serie hat: "Wir sehen gut aus."

Hamilton hadert

Mit seinem ersten Triumph im Nachtrennen von Singapur würde er Hamilton auch wieder die WM-Führung wegschnappen, noch hat der Weltmeister zwei Punkte Vorsprung. "Das ist bisher nicht mein Wochenende", sagte Hamilton.

Bei Vettel streikte der Ferrari, und so brachte der viermalige Weltmeister im ersten Quali-Durchgang keine Zeit zustande. Der Heppenheimer merkte sofort, dass er von der Technik im Stich gelassen wird. "Da stimmt etwas nicht mit dem Auto", funkte er an die Box.

Die Radaufhängung (Querstabilisator) war beschädigt, das linke Vorderrad hing in der Luft. Doch Ferrari wollte, dass der 29-Jährige trotzdem eine Zeit fährt. Vettel versuchte es, brach die Runde aber ab und ärgerte sich über die Anweisung.

Vettel schimpft - und gibt nicht auf

"Das war dumm. So verlieren wir nur Zeit", schimpfte er am Funk. Und am Ende konnten die Mechaniker seinen roten Renner wirklich nicht mehr rechtzeitig reparieren.

"Das ist bitter", sagte Vettel, der sich so viel mehr ausgerechnet hatte: "Ich bin auf drei Rädern rumgefahren, das geht leider nicht so gut." Statt die Grundlagen für den ersten Saisonsieg zu legen, musste Vettel den nächsten Rückschlag in einem Jahr mit Pleiten, Pech und Pannen hinnehmen.

Vettel, im letzten Jahr noch strahlender Sieger in der Nacht von Singapur, muss damit vom Ende des Feldes ins Rennen gehen. Damit droht der derzeit Vierte in der WM-Wertung weiter zurückzufallen.

Pole als Garantie für den Sieg?

Aber Vettel hofft dennoch auf Punkte. Es sei "nicht aussichtslos, es kann immer viel passieren", sagte er, aber "natürlich würden wir viel lieber weiter vorne starten."

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Im Gegensatz zu Vettel strotzt Rosberg, der im 15. Saisonrennen zum siebten Mal ganz vorne steht, derzeit nur so vor Selbstvertrauen. Der 31-Jährige zeigte in Singapur bisher keine einzige Schwäche, dabei war Mercedes nach einem Leistungseinbruch im Vorjahr auf dem Stadtkurs am Hafen nicht als Favorit gehandelt worden.

Auch wenn die Pole in Singapur fast als halbe Miete gilt - sechs der bisherigen acht Rennen wurden von Startplatz eins aus gewonnen - bleibt Rosberg "fokussiert. Es wird sicher ein spannendes Rennen", sagte er. Doch in dieser Verfassung dürfte Rosberg kaum zu schlagen sein.

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