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Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone hat wieder einmal für Aufsehen gesorgt © Getty Images

Der Chefpromoter sorgt mit eigenwilligen Aussagen für Kopfschütteln. Bernie Ecclestone würde gerne Mauern um die Kurven bauen. Nico Rosberg hat dafür wenig Verständnis.

Bernie Ecclestone hat mit eigenwilligen Aussagen zu den Gefahren in der Formel 1 für Kopfschütteln bei den Fahrern gesorgt.

Die Königsklasse erscheine heutzutage zu sicher, sagte der Chefpromoter vor dem Großen Preis von Mexiko (So., ab 19.45 Uhr im LIVETICKER), schließlich könnten die Piloten auf fast jedem Kurs die Streckengrenzen ignorieren und dennoch weiterfahren. Das zerstöre ein wenig die Faszination des Sports.

"Ich bin viel kritisiert worden, weil ich 40 cm hohe Mauern rund um die Kurven bauen wollte", sagte Ecclestone im Gespräch mit britischen Medienvertretern: "Aber dann würde sicher niemand mehr über die Begrenzungen hinausfahren."

Nicht nur Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat für diese Aussagen wenig Verständnis. "Es gibt mindestens zehn Bereiche, in denen man den Sport verbessern könnte, bevor man die Sicherheit wieder verringert", sagte der WM-Spitzenreiter im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz vor dem Grand Prix am Donnerstag.

Vettel: "Das wäre ein Schritt zurück"

Ähnlich äußerte sich Sebastian Vettel. "Natürlich geht es immer darum, einen gewissen Eindruck des Risikos zu wahren und gleichzeitig die Gefahren zu minimieren", sagte der Ferrari-Pilot.

Einschnitte bei der Sicherheit wären "aber auf jeden Fall ein Schritt zurück. Wir fahren mittlerweile auf fast jeder Strecke mit 340 km/h, und wenn mal etwas schiefgeht, muss die Geschwindigkeit ja auch irgendwo hin."

Statt der an den modernen Strecken weitläufigen, asphaltierten Auslaufzonen sei aber in der Tat das Kiesbett manchmal sinnvoller, so Vettel: "Zumindest trägt der Fahrer dann das Risiko, dass er bei einem Fehler nicht einfach weiterfahren kann."

Seit Jahrzehnten arbeitet die Formel 1 mit Erfolg an der Verbesserung der Sicherheitsstandards, auch Ecclestone weiß das zu schätzen: "Wir wissen heutzutage, dass bei den Rennen normalerweise niemand stirbt. Und das ist gut."

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